Jakobinie - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

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Jakobinie

Pflanzenlexikon J - Jakobinie

Jacaranda
Jacobinia
Jasminum

deutsche Pflanzennamen:
Jahrhundertpflanze
Jakobinie
Jap. Wollmispel
Jasmin
Jasminrosen
Judenbart

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Jakobinie

Aus der Gattung Jacobinia (Jakobinie) sind etwa 40 Arten bekannt. Zwei dieser Arten lassen sich gut in in Wohnungen kultivieren. Die Jakobinie wächst als kleiner Strauch mit weichholzigen Trieben und ziemlich grob strukturierten Blättern.

Jacobinia carnea wird etwa 1,2 m hoch und 70 cm breit. Die dunkelgrünen Blätter sitzen in gegenständigen Paaren an ca. 5 cm langen Stielen. Im späten Sommer bildet die Jakobinie lange Blütenstände. Diese bestehen aus zahlreichen rosenroten Blüten sie sind von einem dichten Kranz purpurner Hochblätter umgeben.

Jacobinia pauciflora wird nur 45 bis 60 cm hoch und etwa 45 cm breit. Die mittelgrün gefärbten Blätter sitzen in gegenständigen Paaren an kurzen Stielen. Die 2 bis 3 cm langen scharlachroten Blüten mit orangegelben Spitzen entspringen im Herbst den Blattachseln der Jacobinia pauciflora. Die Blütezeit ist recht lang und kann sich über den Winter bis ins zeitige Frühjahr erstrecken.

Kulturanleitung Jakobinie

Licht: Die Jakobinie benötigt einen möglichst hellen Standort mit mehreren Stunden täglicher direkter Sonnenbestrahlung.

Gießen: Man wässert die  Jakobinie reichlich und so oft, dass der Topfballen stets gründlich feucht ist. Das Substrat darf aber nicht zu stark vernässen, überschüssiges Gießwasser entfernt man nach dem Wässern aus dem Übertopf. Während der Ruheperiode gießt man die Jakobinie nur noch spärlich. Man muss aber darauf achten, das der Topfballen nicht austrocknet.

Temperatur: Die Jakobinie wächst  außerhalb der Ruheperiode gut bei durchschnittlichen Zimmertemperaturen von 18 bis 24 °C. Jacobinia carnea benötigt im Winter eine lange Ruheperiode, möglichst bei Temperaturen um die 14 °C.

Jacobinia  pauciflora legt eine wesentlich kürzere Ruheperiode ein. Diese beginnt erst gegen Ende des Winters und dauert bis zum Austriebsbeginn im Frühjahr. Beide Jakobinien Arten brauchen während des Wachstums eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Vermehrung: Man vermehrt die Jakobinie im Frühjahr mit 6 bis 8 cm langen Stecklingen. welche man unterhalb eines Blattknotens abschneidet. Das dort sitzende unterste Blatt entfernt man und taucht die Schnittstelle dann in Bewurzelungshormon.

Nun pflanzt man den Steckling in einen angefeuchtetes Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand. Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel oder man stellt es in einen Vermehrungskasten bei einer Temperatur zwischen 20 und 24 °C.

Die Stecklinge müssen nun die nächsten Wochen an einem hellen Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung stehen. Während dieser Zeit wird das Substrat nur gerade eben ein wenig feucht gehalten.

Der Steckling wurzelt recht schnell, meist benötigt er nur 2 bis 3 Wochen. Etwa 6 bis 8 Wochen nach Anzuchtbeginn, wenn die jungen Pflanzen gut wüchsig sind, versetzt man sie in etwas größere Pflanzgefäße und behandelt sie weiter wie ausgewachsene Jakobinien Exemplare.

Erdmischung: Eine Jakobinie pflanzt man in lockere Erde auf Kompostbasis.

Umtopfen: Sobald Wurzeln der Jakobinie durch das Wasserabzugsloch oder an der Erdoberfläche austreten wird umgetopft. Pflanzen, die zu groß werden sollte man nicht mehr weiterkultivieren, sondern zur Vermehrung verwenden.

Dünger: Die Jakobinie wird vom Frühjahr bis zum Herbst alle zwei Wochen mit Flüssigdünger gedüngt.

Hinweise: Um ein buschiges Wachstum der Jakobinie zu erzielen, muss man bereits in den frühen Wachstumsstadien alle Triebe der Pflanze entspitzen. Länger als 3 Jahre sollte man eine Jakobinie nicht kultivieren, da die Pflanzen dann zum Wuchern neigen. Ältere, des öfteren zurück geschnittene Jakobinien sind als Zimmerpflanzen nicht so ansehnlich wie im Frühjahr vermehrte junge Pflanzen.

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Jap. Wollmispel