Geleepalme - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

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Geleepalme

Die aus Südamerika stammende winterharte Gattung Butia capitata, auf deutsch Geleepalme genannt, erreicht in ihrer Heimat Brasilien und Uruguay eine Wuchshöhe von etwa 6 m. Die Blattstiele der Geleepalme sind mit kleinen, dornigen Spitzen bewachsen. Die eleganten, leicht nach unten gebogenen und spiralig gedrehten Blattwedel geben dieser Palme ein sehr filigranes Aussehen. Die Geleepalme gilt als langsam wachsende Pflanze. Die sich zahlreich bildenden Blütenstände bilden große Mengen fruchtig süßer Früchte. In ihrer südamerikanischen Heimat werden diese Früchte zu einem schmackhaften Gelee oder zu Wein verarbeitet. Die Wuchsform und die Qualität der Früchte einer Geleepalme unterscheiden sich je nach Sämling recht erheblich. 

Kulturanleitung Geleepalme

Licht: Die Geleepalmen benötigen einen hellen Standort mit möglichst voller Sonnenbestrahlung.

Gießen: Vom Frühling bis zum Herbst wird die Geleepalme gleichmäßig gegossen, so dass der Wurzelballen vollständig, bis zum Grund feucht ist. Zwischen den Wassergaben sollte die oberste Schicht der Erde jedoch etwas abtrocknen. Das kann in sehr heißen Sommerwochen bereits 2 bis 3 Tage später, in den milderen Jahreszeiten erst nach einer Woche oder noch später der Fall sein. Auch die Menge des Gießwassers und der Gießrhythmus schwanken sehr stark, abhängig von der Topf- und der Pflanzengröße. 

Im Winter schränkt man das Gießen ein. Die Gießhäufigkeit ist stark von den Temperaturen abhängig. Zwischen den Wassergaben lässt man das Substrat zu 2/3 abtrocknen.

Temperatur & Frostbeständigkeit: Die aus Südamerika stammende Geleepalme ist bis etwa -11 °C frostbeständig. Kurzfristig verträgt eine Geleepalme auch stärkere Fröste.

Geeignete Schutzmaßnahmen für langanhaltende und starke Fröste finden Sie hier:

Winterharte Palmen: Erfolgreiche Überwinterung und Kultivierung von Palmen im Garten

Vermehrung: Die Geleepalmen  werden durch Samen vermehrt. Den Palmensamen oder junge Palmen findet man im Versandhandel. Die Aussaat erfolgt bei einer Temperatur von mindestens 18 °C. Die Keimung dauert etwa 2 bis 3 Monate.

Erdmischung: Für die Kultivierung von Geleepalmen verwendet man ein Erdgemisch auf Kompostbasis mit einem Zusatz von etwas scharfem Sand und etwas Kies, Blähtonbruch oder Lavagranulat.

Torf- oder Humuserde ohne Zusätze eignen sich nicht, da ein solches Substrat zusammensackt und eine Drainage und Belüftung der Wurzeln nicht mehr gewährleistet ist.

Umtopfen: Je nach Wachstum setzt man die Geleepalme im Frühjahr in ein etwas größeres Pflanzgefäß um. Dabei kann man auch die alte Erde vorsichtig entfernen und durch neues Substrat ersetzen. 

Generell sollte man für Palmen möglichst hohe Pflanzgefäße, Töpfe oder Kübel verwenden. Die Pfahlwurzeln der Palmen wachsen senkrecht nach unten, dafür benötigen sie ausreichend Platz. Wenn sich die oberen Wurzeln der Palmen aus dem Pflanzgefäß herausdrücken, wird es für die Wurzelstruktur zu eng. Spätesten zu diesem Zeitpunkt sollte man seine Geleepalme in ein größeres, höheres Gefäß umtopfen. 

Dünger: Die Geleepalmen werden während der Hauptwachstumsphase alle 4 Wochen mit Flüssigdünger in mäßiger Konzentration gedüngt. Während der Ruheperiode stellt man das Düngen vollständig ein.

Hinweise: Geleepalme die an lichtarmen Standorten überwintert werden, dürfen im Frühling nicht direkt in das pralle Sonnenlicht gestellt werden.

Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Palmen verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken der Blätter zu erkennen.

Um die Geleepalme an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie  1 bis 2 Wochen an einen halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Geleepalme an ihren endgültigen Standort stellen.

Schädlinge: Wenn das Substrat der Geleepalme im Sommer zu lange austrocknet und auch im Winter, besonders bei zu trockener Heizungsluft, neigen Palmen zu einem Befall durch Spinnmilben, Schildläusen oder Wollläusen. Ein regelmäßiges abbrausen oder besprühen mit lauwarmem Wasser hilft einem Schädlingsbefall vorzubeugen.

Hier geht es weiter im Pflanzenlexikon:

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