Gartenlexikon A bis Z

Formhecke

Formhecken nennt man Hecken, die durch regelmäßigen Schnitt in einer bestimmten Form gehalten werden.

Beim Pflanzen einer Formhecke werden die Jungpflanzen aus der Baumschule auf etwa die Hälfte zurückgeschnitten. Man erreicht dadurch eine kräftigere Verzweigung der Gehölze und eine größere Dichte im unteren Teil der späteren Hecke. Frischgepflanzte Heckengehölze müssen so lange regelmäßig und ausreichend gewässert werden, bis sie gut angewachsen sind. Sonst trocknen sie durch den Wind leicht aus und verdorren.

Im Folgejahr schneidet man den Neuzuwachs der Hecke um 1/3 bis 1/2 zurück, und das geschieht weiter, bis die endgültige Höhe erreicht ist. Dann erfolgen. je nach Heckenpflanze, 2-3 Schnitte im Jahr. Die ausgewachsene Hecke schneidet man nach oben konisch zu. So erhalten auch die unteren Teile Licht und verkümmern nicht.

Es gibt zahlreiche heckengeeignete Gehölze, die einen regelmäßigen Formschnitt vertragen. Gern gepflanzt werden immer wieder Hainbuche, Liguster, Thuja (Lebensbaum) oder Buchsbaum. Für eine Naturhecke eignen sich Parkrosen, Flieder oder Schneeball.

Der Formschnitt wird mit der Heckenschere durchgeführt. Mit motorgetriebenen Schneidegeräten kann der frische Zuwachs einer Formhecke gekürzt werden. Holzige Bereiche schneiden diese Geräte meist nicht ordnungsgemäß. Sie verletzen die Zweige, so dass diese von Hand nachgeschnitten werden müssen. Formhecken sind beliebt zur Abgrenzung von Grundstücken. Sie können den Zaun ersetzen.