Gartenlexikon A bis Z

pikieren

Unter dem Begriff pikieren versteht der Gärtner, zu dicht stehende junge Pflanzen ausziehen und in größerem Abstand verpflanzen.

Die Aussaat in Anzuchtschalen erfolgt breitwürfig, und die heranwachsenden Pflänzchen müssen mindestens einmal pikiert (verpflanzt) werden. Man pikiert in eine mit Blumen- oder Einheitserde gefüllte andere Anzuchtschale. Die Pflänzchen können schon pikiert werden, wenn die Keimblätter voll entfaltet sind oder wenn die ersten Laubblätter erscheinen.

Mit einem flachen Stäbchen, dem Pikierholz, hebt man die Sämlinge aus dem Boden, fasst sie vorsichtig an einem Keimblatt und löst sie mit Hilfe des Hölzchens von den anderen Pflanzen. Mit dem Pikierholz bohrt man ein kleines Loch in die Erde, hält das Pflänzchen hinein und drückt mit dem Stab vorsichtig fest. Im Abstand von etwa 3 cm werden die anderen Sämlinge gepflanzt.

In Pflanzgefäße pikieren ist von Vorteil

Man kann auch in Torftöpfe oder kleine Container pikieren, die mit Erde gefüllt sind. Sie werden dann in einer Anzuchtschale ohne Erde aufbewahrt. Das spätere Auspflanzen wird durch das pikieren in kleine Pflanztöpfe erleichtert.