Leberblümchen - als Heilpflanze verwenden

Leberblümchen / Anemone hepatica

Name: Anemone hepatica L.
Pflanzennamen im Volksmund: Blaue Schlüsselblume, Gulden Leberkraut, Hasenwurz, Herzleberkraut, Märzblümchen, Windblume
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Wuchshöhe: 8 bis 20 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Gallensteine, Wunde

Steckbrief / Beschreibung

Die Leberblümchen findet man meist in nährstoffreichen Laub und Laubmischwäldern. Die Pflanze tritt nicht einzeln auf, hat sich das Leberblümchen einmal angesiedelt, so wächst es in großer Anzahl. Die Leberblümchen beginnen bereits früh zu blühen, bereits im März oder April entwickeln sich die zierlichen, blau gefärbten Blüten, meist noch bevor sich die neuen, für das Leberblümchen charakteristischen, dreilappigen Blätter gebildet haben. Die lederartigen, leicht violett überlaufenen Blätter des Vorjahres sterben im Herbst nicht ab und bleiben den Winter über erhalten. Die sehr charakteristische Form der Blätter macht die Leberblümchen unverwechselbar. Aufgrund der besonderen Blattform erhielt die Leberblume auch ihren lateinischen Namen Hepatica. Die im Mittelalter verbreitete Signaturenlehre sagte der Leberblume, aufgrund der leberähnlichen Form ihrer Blätter, eine Wirkung bei Lebererkrankungen nach.

Das Leberblümchen wir heute als Heilpflanze praktisch nicht mehr verwendet. Zum eine ist das Leberblümchen in allen Teilen, also Wurzeln, Blätter, Stängel und Blüten geschützt. Die Pflanze darf weder gepflückt noch ausgegraben werden. Man darf auch niemals die Blüten, die Wurzeln oder die frischen Blätter der Leberblume innerlich anwenden, da die Pflanze giftig wirkende Stoffe (Protoanemonin) enthält. Die getrockneten Blätter der Leberblümchen wurden früher innerlich als harntreibendes Mittel und bei Steinerkrankungen benutzt. Äußerlich verwendete man das Leberblümchen als Wundmittel.

Das ausdauernde Leberblümchen erreicht eine Wuchshöhe von 9 bis 20 cm. Das Leberblümchen bildet keine oberirdischen Stängel. Die grundständig wachsenden Blätter bilden jedoch lange Stängel aus. Die blau-lila gefärbten, einzelnstehenden Blüten des Leberblümchens können in Ausnahmefällen auch mal rosa oder weiß gefärbt sein. Der Geschmack eines Leberblümchens ist bitter.

Standort / Hier findet man Leberblümchen

Das Leberblümchen wächst besonders in Mittel-, Süd- und Südosteuropa bis in Höhenlagen von etwa 2100 m. Bevorzugte Standorte der Leberblümchen sind Misch- und Laubwälder mit nährstoffreichen Böden.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Leberblümchen

Das Leberblümchen wirkt adstringierend, harntreibend, narbenbildend (wundheilend).

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Leberblümchen die vom Mai bis Juli gesammelten Blätter.

Inhaltsstoffe des Leberblümchens

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Glykoside, Enzyme, Saponin, Protoanemonin

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Das Leberblümchen wird innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit Leberblümchen in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Gallensteine, Wunde

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Bilder der Leberblümchen

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Leberblümchen / Anemone hepatica

Leberblümchen

Anemone hepatica
Foto: Archenzo
Lizenz: GFDL

Leberblümchen / Anemone hepatica

Leberblümchen

Anemone hepatica
Foto: Krzysztof Ziarnek
Lizenz: GFDL

Leberblümchen / Anemone hepatica

Leberblümchen

Anemone hepatica
Foto: Fornax
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