Lein - als Heilpflanze verwenden

Lein / Linum usitatissimum

Lein

Name: Linum usitatissimum L.
Pflanzennamen im Volksmund: Flachs, Haarlinsen, Hornsamen, Saatlein
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Wuchshöhe: 20 bis 100 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Abszess, Bandwurm, Bronchitis, Darmparasiten, Furunkel, Karbunkel, Würmer

Steckbrief / Beschreibung

Vermutlich stammt der gemeine Lein von einem im südwestlichen Mittelmeergebiet heimischen Leingewächs ab. In Mitteleuropa wird der Lein schon seit der Jungsteinzeit angebaut. Bei Ausgrabungen wurden 3000 bis 4000 Jahre alte Leinsamen, Bruchteile von Stängeln und Leingewebe entdeckt. Auch in orientalischen Ländern lässt sich die Kultur des Leinanbaus bis etwa ins 4. Jahrtausend vor Christus zurückverfolgen. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde im mittleren Europa der gemeine Lein auf großen Flächen kultiviert. Die Leinpflanze diente hauptsächlich als Faserlieferant, im Laufe der Zeit wurde das Leinen jedoch durch Baumwolle und Wolle weitgehend verdrängt. Der Anbau des Gemeinen Leins nahm schnell ab.

Heute wird der gemeine Lein in Europa nur selten kultiviert, die Pflanze hat aber aufgrund des gestiegenen Verbrauchs von Leinsamen (überwiegend zur Herstellung des Leinöls), weltweit wieder an Bedeutung gewonnen. Die größten Erntemengen sind in Kanada, China, USA, Indien und Äthiopien zu finden. Verwilderte Leinpflanzen trifft man in Mitteleuropa recht selten, das Klima ist hier nicht ideal für diese Heilpflanzen. Neben dem bekannten Leinöl werden aus der Leinpflanze auch Stoffe, Linoleum, Kitt und Leinwachs für die Kosmetik und Pharma-Industrie hergestellt. Leinsamen findet man als Beimischung in Müsli und bestimmten Brotsorten.

Der gemeine Lein ist eine ein- bis zweijährige Pflanze Der Lein erreicht eine Wuchshöhe zwischen 20 und 60 cm. Die kahlen Stängel dieser Pflanzen wachsen aufrecht oder kurzbogig aufsteigend, sie können einzeln bleiben oder sich verzweigen. Die wechselständig angeordneten, lanzettlich-zugespitzen Blätter des Lein sind graugrün gefärbt und ganzrandig. Das Leinblatt wächst sitzend, ohne Stiel aus dem Stängel der Leinpflanze heraus. Vom Juli bis in den August bildet der Lein hellblaue Blüten mit 5 Kronblättern. Die flachen Leinsamen sind glänzend, bräunlich gefärbt mit einer glatten Oberfläche

Standort / Hier findet man Lein

Der gemeine Lein wächst in Südeuropa, Mitteleuropa, Asien und Nordamerika. bis in Höhenlagen von etwa 800 m. Bevorzugte Standorte dieser Pflanze sind schwer zu benennen. Ungeeignete Standorte sind dauerfeuchte Böden, Staunässe und Überschwemmungsgebiete. Zu nasse Standorte werden von dem Lein nicht gut vertragen.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Lein

Der gemeine Lein wirkt abführend, erweichend, harntreibend und wurmtreibend.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Gemeinen Lein die Samen, im Handel unter der Bezeichnung Leinsamen erhältlich.

Inhaltsstoffe des Leins

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Schleimstoffe, Pektin, fettes Öl mit ungesättigten Fettsäuren, Glykoside, Vitamin F

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der gemeine Lein wird innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit Lein in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Abszess, Bandwurm, Bronchitis, Darmparasiten, Furunkel, Karbunkel, Würmer

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Bilder des Leins

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Lein / Linum usitatissimum

Lein

Linum usitatissimum
Foto: Rasbak
Lizenz: GFDL

Lein / Linum usitatissimum

Lein

Linum usitatissimum
Foto: Bogdan Giuşcă
Lizenz: Free Art License

Lein

Lein

Foto: H. Zell
Lizenz: GFDL