Lorbeer - als Heilpflanze verwenden

Lorbeer

Lorbeer

Name: Laurus nobilis L.
Pflanzennamen im Volksmund: Edler Lorbeer, Gewürzlorbeer
Pflanzenfamilie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
Wuchshöhe: bis 10 m hoher Strauch oder Baum
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Alpdrücken, Asthenie, Desinfektion, Rheumatismus, Schlaflosigkeit, Schmerz, Verdauungsprobleme

Steckbrief / Beschreibung

Die Lorbeerpflanze ist besonders im Mittelmeergebiet weit verbreitet. Laut historischen Berichten wurde der Lorbeer durch die Griechen in Italien eingeführt. Im alten Griechenland war der Lorbeer dem Gott Apollo geweiht und wurde deshalb neben den Apollo-Heiligtümern angepflanzt. Dichter und Sänger wurden mit Lorbeerkränzen geschmückt, eine Sitte, die von den Römern übernommen wurde. Als Zeichen des Sieges trugen die römischen Feldherrn den Lorbeerkranz. Aber auch heute noch spielt der Lorbeer eine wichtige Rolle bei Sportveranstaltungen, festlichen Anlässen und Jubiläen. Ansonsten ist die Lorbeerpflanze vor allem als aromatisches Gewürz, in Form von Lorbeerblättern, bekannt. Lorbeer vermag aber mehr als nur den Geschmack von Speisen zu verbessern. Die Heilpflanze gilt auch als stimulierendes und antiseptisch (keimtötend)es Mittel; ein Aufguss aus den Lorbeerblättern fördert die Verdauung. Das aus den reifen Früchten der Pflanze gepresste Lorbeeröl hilft, äußerlich angewandt, bei Gelenkschmerzen. Zum selben Zweck wird das Lorbeeröl auch in der Tiermedizin herangezogen. Reibt man das Fell von Tieren damit ein, werden Insekten ferngehalten sowie Läuse und Krätzmilben verjagt.

Der zweihäusige Lorbeer ist ein bis zu 10 m hoch wachsender Baum oder Strauch. Die lanzettlichen, ledrigen, kurz gestielten Blätter sind wechselständig angeordnet. Lorbeer ist wintergrün. Die Blattoberseiten sind dunkelgrün und glänzend, die Blattunterseiten sind matt. Die Blattränder sind schwach wellig. Die Blütezeit des Lorbeers erstreckt sich von April bis Mai. Die gelblichweißen Blüten wachsen zu 4 bis 6 in blattachselständigen, büscheligen Dolden. Der Geruch der Lorbeerblüten und der Geschmack der Blätter ist aromatisch, die Früchte schmecken scharf.

Standort / Hier findet man Lorbeer

Der Lorbeer ist besonders im Mittelmeergebiet weit verbreitet. Man kann diese Pflanze aber auch bis ins Tessin finden, in Deutschland wächst der Lorbeer im Rheinland, am Bodensee und in anderen milden Gegenden.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Lorbeer

antiseptisch (keimtötend), schweißtreibend, sedativ (beruhigend), stimulierend (anregend)

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Lorbeer die während des Sommers gesammelten Blätter ohne den Stiel und die im Herbst gesammelten Früchte. Gesammelte Pflanzen kann man in der Sonne oder an einem gut durchlüfteten Platz im Schatten trocknen.

Inhaltsstoffe des Lorbeers

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: ätherisches Öl mit Terpenen und Alkoholen, Bitterstoff, Fettsubstanzen, Gerbstoff

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Lorbeer wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Lorbeer in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Alpdrücken, Asthenie, Desinfektion, Rheumatismus, Schlaflosigkeit, Schmerz, Verdauungsprobleme

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Bilder des Lorbeers

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Lorbeerblätter

Blätter des Lorbeers

Foto: Ies
Bestimmte Rechte vorbehalten

Lorbeeren

Lorbeerstrauch

Foto: H. Zell
Bestimmte Rechte vorbehalte

Lorbeerblüten

Blüten des Lorbeers

Foto: Jean-Philippe DANIEL
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