Sanddorn – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Hippophae rhamnoides L.
🌿 Sanddorn – Auf einen Blick
- Familie: Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)
- Wuchshöhe: 0,5 bis über 12 m hoher Strauch oder Baum
- Blütezeit: März bis Mai
- Verwendung: innerlich
Volksmund: Weidendorn, Dünendorn, Audorn, Fasanenbeere, Haffdorn, Rote Schlehe, Sandbeere, Seedorn, Stechdorn
Sanddorn von Jürgen Howaldt, CC BY-SA 2.0 de
Steckbrief von Sanddorn
| Wissenschaftlicher Name | Hippophae rhamnoides L. |
|---|---|
| Familie | Ölweidengewächse (Elaeagnaceae) |
| Wuchshöhe | 0,5 bis über 12 m hoher Strauch oder Baum |
| Blütezeit | März bis Mai |
| Verwendung | innerlich |
Der Sanddorn mit seinen vitaminhaltigen Scheinbeeren ist ein lichtliebendes, dorniges Strauchgewächs. Den Sanddorn findet man in Mitteleuropa vor allem auf kiesigen oder sandigen Untergründen an den Meeresküsten, in den Alpen und auf den Kiesbänken der Flüsse und Bäche im Alpenvorland. Als Kultur- und Zierpflanze wird der Sanddorn auch oftmals auf frisch angelegten Straßen- und Bahnböschungen zur Bodenbefestigung oder in Gärten als hübsch anzusehender Zierstrauch angepflanzt. Die leuchtend orangerot gefärbten, beerenartigen Scheinfrüchte eines Sanddorns bilden sich aus dem Blütenboden und umschließen die meist einsamige eigentliche Frucht dieser Heilpflanze.
Die als Marmelade zubereiteten Scheinbeeren eines Sanddorns haben einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C. Um eine erfolgreiche und reiche Ernte beim Sanddorn zu erzielen, müssen stets mehrere Sträucher angepflanzt werden, unter denen sich männliche und weibliche Sanddornpflanzen befinden. Dies ist notwendig, denn der Sanddorn ist eine zweihäusige Pflanze, d. h. die eingeschlechtlichen Blüten dieser Heilpflanzen sind nach Geschlecht auf verschiedene Sträucher verteilt. Die heilkräftige Wirkung der Sanddornbeeren für den Menschen wurde vermutlich erst recht spät, im Laufe des Mittelalters erkannt. Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze.
Standort von Sanddorn
Die Pflanze findet man fast überall in Mitteleuropa bis in Höhenlagen von etwa 1900 m. Der Sanddorn wächst an den Küsten, in den Alpen und im Alpenvorland, vorzugsweise auf sandigen oder kiesigen Untergründen.
Heilkraft von Sanddorn
In der Volksmedizin werden dem Sanddorn folgende Eigenschaften zugeschrieben:
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adstringierend
Zusammenziehend: Ein Adstringens wirkt auf Haut und Schleimhaut durch Eiweißfällung austrocknend und verdichtet das Gewebe an der Oberfläche.
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antiseptisch
Antiseptisch bzw. keimtötend nennt man Mittel, die an Haut, Schleimhaut oder Wunden Krankheitserreger abtöten oder hemmen und so Wundinfektionen verhindern sollen.
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tonisch
Tonisch heißt stärkend: Ein Tonikum ist ein Mittel, das den Körper oder einzelne Organe kräftigen soll.
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wurmtreibend
Wurmtreibend nennt man Mittel (Anthelminthika), die gegen Wurminfektionen eingesetzt werden.
Außerdem gilt der Sanddorn als Mittel gegen Skorbut.
Verwendete Pflanzenteile von Sanddorn
In der Naturheilkunde benutzt man von dem Sanddorn die im Herbst gesammelten Scheinbeeren. Der Geschmack der Sanddornbeeren ist säuerlich aromatisch.
Inhaltsstoffe von Sanddorn
Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind organische Säuren, Glykoside, Flavonoide, Provitamin A und die Vitamine B1, B2, B6, C und E.
Anwendung von Sanddorn
Der Sanddorn wird in der Naturheilkunde innerlich angewendet. Anwendungen mit dem Sanddorn in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:
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Altern aufhalten
Pflanzliche Hausmittel und Lebensgewohnheiten, die ein gesundes Älterwerden unterstützen können.
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Appetit steigern
Bitterstoffe und Kräuter, die traditionell zur Anregung des Appetits genutzt werden.
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Asthenie
Stärkende Kräuter und Hausmittel bei allgemeiner Kraftlosigkeit und Schwäche.
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Grippe
Wärmende Tees und Hausmittel, die typische Grippebeschwerden lindern können.
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Skorbut
Vitamin-C-reiche Pflanzen und Lebensmittel, die einem Skorbut entgegenwirken.
-
Vitamin C Mangel
Vitamin-C-reiche Pflanzen und Lebensmittel, die einem Mangel vorbeugen können.
Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Sanddorn - Wikipedia
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- Giftzentrale Bonn – Sanddorn (Hippophae rhamnoides) (Sicherheitsabschnitt; gelesen am 22.10.2026)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (Sicherheitsabschnitt; gelesen am 22.10.2026)
- Wikipedia – Sanddorn (Wuchshöhe, Blütezeit; gelesen am 22.10.2026)
Häufige Fragen zu Sanddorn
Was ist der Sanddorn für eine Pflanze?
Der Sanddorn mit seinen vitaminhaltigen Scheinbeeren ist ein lichtliebendes, dorniges Strauchgewächs.
Wo wächst der Sanddorn?
Der Sanddorn wächst an den Küsten, in den Alpen und im Alpenvorland, vorzugsweise auf sandigen oder kiesigen Untergründen.
Warum braucht man mehrere Sanddornsträucher?
Dies ist notwendig, denn der Sanddorn ist eine zweihäusige Pflanze, d. h. die eingeschlechtlichen Blüten dieser Heilpflanzen sind nach Geschlecht auf verschiedene Sträucher verteilt.
Welche Inhaltsstoffe hat der Sanddorn?
Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind organische Säuren, Glykoside, Flavonoide, Provitamin A und die Vitamine B1, B2, B6, C und E.
Ist Sanddorn giftig?
Die Giftinformationszentrale Bonn führt den Sanddorn als ungiftig; der Verzehr normaler Mengen verursacht keine Beschwerden.