Gasterien - Kulturanleitung & Pflege der sukkulenten Zimmerpflanzen

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Gasterien

Der Gattung Gasteria sind etwa 75 Arten kleiner, fast immer stammloser, sukkulenter Pflanzen zugehörig. Die Blätter der Gasterien sind bei den meisten Arten zweizeilig angeordnet, einige Gasterien bilden aber auch Rosetten. Diese Sukkulenten werden sowohl wegen ihrer eigenartig geformten Blätter als auch wegen ihrer recht kleinen, aber sehr hübschen Blüten gerne kultiviert. An dem Blütenstand der Gasterien sitzen etwa 15 bis 20 röhrenförmiger Blüten, die sich an der Basis oft bauchig verdicken. Die Blütenfarbe der Gasterien orange-rot oder rot und bei einigen Arten an der Spitze gelegentlich grün.

Gasterien sind sehr dankbare Zimmerpflanzen. Gasterien gedeihen gut in der warmen, trockenen Luft einer Wohnung und die Pflanzen blühen auch, wenn sie nicht dem vollen Licht ausgesetzt sind. In der freien Natur wachsen die Gasterien meist im Schatten größerer Pflanzen. die Gasterien vertragen den Schatten besser als andere sukkulente Pflanzen.

Die Gasteria ist eine Sommerpflanze, sie brauchen eine Winterruhe in kühlerer Umgebung und die Gasterien wachsen im Frühjahr und Herbst nur sehr langsam.

Gasteria liliputana ist eine der kleinsten Gasterien Arten. Die Sukkulente besitzt spitz-lanzettliche Blätter, die etwa 3 bis 7 cm lang und etwa 1,5 cm breit werden. Die Blätter dieser Gasterien sind in spiralförmigen Rosetten angeordnet. Die Farbe der Blätter ist dunkelgrün und weißlich gefleckt, an der Unterseite sind die Blätter der Gasteria liliputana kielförmig ausgebuchtet.

Gasteria maculata ist größer als Gasteria liliputana und eine der am weitesten verbreiteten Gasterien. Die zungenförmigen, leicht glänzenden Blätter der Gasteria maculata werden bis 15 cm lang und etwa 5 cm breit. Sie sind dunkelgrün gefärbt und bilden weiße Flecken oder Querbänder. Bei den Jungpflanzen der Gasteria maculata sind die Blätter zweizeilig angeordnet.

Gasteria pseudonigricans bildet spitz zulaufende, zungenförmig ausgebildete, zweizeilig stehende glänzende Blätter. Die dunkelgrün gefärbten, mit zahlreichen weißen Flecken verzierten Blätter der Gasteria pseudnigricans werden etwa 15 cm lang und 3 cm breit. Am Grund stehen diese Blätter fast waagrecht und wölben sich zum Blattende hin nach oben.

Gasteria verrucosa bildet zugespitzte, etwa 15 cm lange und 2 cm breite Blätter. Sie sind an der Oberseite leicht konkav gewölbt, an der Unterseite etwas abgerundet, dunkelgrün gefärbt und mit kleinen, weißlichen Warzen bedeckt. Die Blätter  der Gasteria verrucosa sind immer paarweise und zweizeilig angeordnet.

Kulturanleitung Gasterien

Licht: Gasterien kultiviert man an einen hellen Standort. Im Sommer sollten die Gasterien aber nicht der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. In der kräftigen Sommersonne verfärben sich die Blätter der Gasterien   bräunlich.

Gießen: Während des Hauptwachstums werden die Gasterien mäßig gegossen. Man gibt den Pflanzen so viel Wasser, dass der Wurzelballen vollständig durchfeuchtet wird, die oberste Schicht des Substrates aber bis zum nächsten Wässern gut abtrocknen kann. Während ausgeprägten Ruheperiode werden die Gasterien sparsamer gegossen. Man feuchtet das Substrat an und lässt dann den Ballen zwischen den Wassergaben stark abtrocknen.

Temperatur: Während der Hauptwachstumszeit kultiviert man Gasterien bei normalen Wohnungstemperaturen. Während der winterlichen Ruhezeit stellt man die Gasterien an einen kühlen Platz mit Temperaturen um 10 °C.

Vermehrung: Alle Gasterien bilden gerne Kindel. Am einfachsten werden Gasterien also  durch diese Ableger vermehrt. Die Kindl lassen sich verhältnismäßig leicht von der Mutterpflanze abtrennen. Hat ein solcher Ableger bereits Wurzeln ausgebildet, pflanzt man die kleine Gasterie lediglich in die empfohlene Erde und behandelt sie direkt wie eine ausgewachsene Pflanze.

Noch unbewurzelte Ableger der Gasterien lässt man nach dem abtrennen 3 Tage lang an der Luft trocknen, bevor man die Pflanze dann leicht in das Substrat eindrückt. Ein solcher Ableger, der bereits wie eine ausgewachsene Gasterien gepflegt wird, wurzelt nach wenigen Wochen und wächst schnell heran. Die günstigste Zeit für die Vermehrung einer Gasteria sind die warmen Sommermonate.

Gasterien können auch recht einfach aus Samen herangezogen werden. Da jedoch durch nicht gut zu kontrollierende Fremdbestäubung schnell Kreuzungen entstehen, ist diese Methode nicht sehr zuverlässig, eine bestimmte Art oder Sorte der Gasterien unverfälscht zu vermehren.

Erdmischung: Die Gasterien kultiviert man in einer Mischung aus Sand und Erde auf Kompostbasis.

Umtopfen: Da die Gasterien gerne Ableger bilden, setzt man sie nicht in hohe Töpfe, sondern besser in breitere Gefäße oder Pflanzschalen. Umgetopft werden die Gasterien am besten zu Beginn der sommerlichen Wachstumszeit. Man benutzt nur dann eine größere Pflanzschale, wenn im alten Gefäß kein Platz mehr für weitere Ableger ist. Ein Abstand von etwa 4 cm zwischen dem Rand der Schale und den Gasterien genügt für den neuerlichen Austrieb des laufenden Jahres.

Wenn die Pflanzschale für die weitere Entwicklung der Gasterien groß genug ist, wird das Gefäß lediglich gereinigt, mit frischem Substrat gefüllt und die Pflanze wieder hineingesetzt.

Dünger: Bei Gasterien ist von einer Düngung abzuraten. Die Erde enthält genügend Nährstoffe, und zusätzliche Düngung kann zu einem unnatürlichen, üppigen Wachstum führen.

Hinweise: Manche Gasterien bilden sehr schnell zahlreiche Ableger, so dass die Pflanzen nach einigen Jahren zu umfangreich werden, wenn man die Kindel nicht regelmäßig abnimmt.

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