Sansevieria / Bogenhanf - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

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Sansevieria / Bogenhanf

Die Sansevieria ist sehr eine beliebte und leicht zu kultivierende Zimmerpflanze. Sansevieria wächst zwar verhältnismäßig langsam, die Pflanze hält dafür aber viele Jahre. Die zahlreichen Arten der Sansevieria kann man in zwei große Gruppen einteilen: Die erste Gruppe besteht aus hochwachsenden, mit steifen, aufrechten linear lanzettlich geformten Blättern, die zweite Gruppe bilden die Rosettenförmig wachsenden Zwergformen.

Die hoch wachsenden Sansevieria Arten kommen sehr gut in Gruppenpflanzungen zur Geltung und sie bilden dort einen interessanten, kontrastreichen Hintergrund für niedriger wachsende, buschige Zimmerpflanzen.

Die meisten Sansevieria Arten haben attraktiv gezeichnete Blätter, die einem dicken Rhizom knapp unter der Erdoberfläche entspringen. Die in einer schmalen Spitze auswachsenden Blätter müssen vorsichtig behandelt werden, die Spitze darf nicht beschädigt werden, da die Blätter ansonsten nicht mehr weiterwachsen.

Die sich in unregelmäßigen Abständen bildenden Blüten einer Sansevieria sind meist weiß oder gelblich gefärbt und stark duftend.

Sansevieria cylindrica ist eine eher selten anzutreffende, hochwachsende Sansevieria Art mit zylindrischen, aufrecht wachsenden, bis zu etwa 1 m langen, 2 bis 3 cm dicken, hellgrün gefärbten Blättern. Junge Pflanzen bilden dunkelgrüne Querbänder, im Alter sind die Blätter leicht gefurcht.

Sansevieria hyacinthoides hat mittelgrün gefärbte Blätter mit dunkelgrünen Querbändern. Die Blätter erreichen eine Länge von etwa 80 cm, sie wachsen in einer locker ausgebreiteten Rosette.

Sansevieria trifasciata bildet dunkelgrün gefärbte, marmorierte und leicht spiralförmig eingedrehte Blätter mit einer Länge zwischen 40 und 80 cm.

Sansevieria trifasciata "Laurentii" gehört mit zu den bekannteren Sorten, die bis zu 1,2 m hoch werdenden Blätter dieser Sansevieria bilden goldgelbe Streifen entlang der Blattränder.

Sansevieria trifasciata "Craigii" bildet sehr breite, cremegelbe Längsbänder an den Blatträndern.

Sansevieria trifasciata "Hahnii" zeigt ein völlig anderes Wuchsbild. Die Pflanze bildet eine bis max. 20 cm hohe Blattrosette. Diese Sansevieria  wird im Handel in unterschiedlichen Färbungen angeboten. Es finden sich Es finden sich Exemplare mit kräftig goldgelb gestreiften Blättern auf dunkelgrünem Grund und silbergrüne Blätter mit dunkelgrünen Flecken.

Kulturanleitung Sansevieria

Licht: Die Sansevieria ist eine lichtliebende Pflanze. Sie sollte an einem hellen Standort mit viel Sonne kultiviert werden. Obwohl die Pflanze auch mit schattigeren Plätzen zurechtkommt, zeigt sie dort nur ein spärliches Wachstum.

Wenn eine Sansevieria für einige Zeit an einem sonnenärmeren Standort kultiviert wurde, sollte man beim umstellen der Pflanze darauf achten, sie nicht direkt in die pralle Sonne zu stellen. Die Sansevieria muss langsam an das Sonnenlicht gewöhnt werden, ansonsten kommt es zu Verbrennungen an den Blättern.

Gießen: Auch während der Wachstumsperiode wässert man die Sansevieria mäßig. Zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man die oberste Schicht des Substrates gut antrocknen.

Während der lichtarmen Ruheperiode wird die Sansevieria erst dann wieder gewässert, wenn der Ballen etwa zur Hälfte abgetrocknet ist. Zu häufiges oder zu starkes Wässern führt zu Fäulnis am Wurzelhals, und die schweren Blätter der hochwachsenden Arten fallen um.

Besonders bei den rosettenbildenden Sansevieria Arten ist darauf zu achten, dass sich kein Wasser in der Mitte der Pflanze ansammelt und dort Fäulnis verursacht.

Temperatur: Die Sansevieria stammt aus den warmen, tropischen Gebieten, die Temperaturen sollten zwischen 18 und 29°C liegen. Ab etwa 12 °C können die Pflanzen durch die niedrigen Temperaturen geschädigt werden.

Vermehrung: Die Sansevieria kann man gut durch die Teilung zu großer, dicht zusammengewachsener Pflanzen vermehren. Dazu wird die Pflanze ausgetopft und der ganze Wurzelballen wird vorsichtig von oben mit einem scharfen, desinfiziertem Messer zerteilt. Eine Teilpflanze sollte immer aus einigen Blättern, möglichst in Form einer Blattrosette, und den dazugehörigen Wurzeln bestehen.

Die so geteilten Pflanzen können dann direkt in die für Sansevierien geeignete Erde gepflanzt werden. Falls an einer Teilpflanze nur wenige und spärlich ausgebildete Wurzeln vorhanden sind, kann man solche Teilstücke auch in ein Gemisch aus Torf und Sand pflanzen. Wenn sich dann nach einigen Monaten kräftige Wurzeln gebildet haben, kann die Sansevieria in normale Erde verpflanzt werden.

Alternativ lässt sich die Sansevieria auch durch Blattstecklinge vermehren. Dabei zerschneidet man die Blätter quer in etwa 5 cm lange Stücke.  Man steckt die Blattstücke etwa 1 cm tief in ein gut angefeuchtetes Gemisch aus Torf und Sand. Beim einbringen der Blattstücke ist unbedingt auf die ursprüngliche Wuchsrichtung zu achten, ansonsten Wurzeln die Teilstücke nicht an.

Nach einiger Zeit bilden sich dann Wurzeln, und an der Basis entstehen nun auch neue Vegetationspunkte, aus denen sich junge Blätter entwickeln. Die Methode der Vermehrung durch Blattstecklinge ist jedoch sehr langwierig. Ein weiterer Nachteil liegt darin, das die gelb geränderten Sorten von Sansevieria trifasciata die hübsche Blaufärbung nicht vererben.

Wenn die Mutterpflanze Seitensprosse gebildet hat, kann man diese vorsichtig von einer Mutterpflanze abtrennen und in einen Topf einzupflanzen. Falls der Seitentrieb bereits Wurzeln hat, wird er direkt in das empfohlene Erdgemisch eingetopft. Kindl ohne Wurzeln müssen erst in einem Sand / Torf Gemisch Wurzeln ausbilden.

Erdmischung: Die Sansevieria kultiviert man in einem Gemisch aus Komposterde uns 1/3 Sand Ein schneller Wasserabzug ist wichtig, man sollte zusätzlich noch eine Schicht Tonscherben auf den Torfboden legen.

Umtopfen: Die Sansevieria braucht nur selten umgetopft werden. Die Pflanze gedeiht besser wenn die Wurzeln etwas eingeengt sind. Man kann die Pflanze deshalb mehrere Jahre lang im gleichen Pflanzgefäß lassen. Nach einiger Zeit erscheinen fleischige, meist cremefarbene Wurzeln an der Oberfläche des Substrates. Man topft die Sansevieria aber trotzdem erst um, wenn die Wurzeln der Pflanze ihren Topf schon fast sprengen.

Bei den hoch aufrecht wachsenden Arten sollte dann umgetopft werden, wenn die Blätter nahezu die ganze Topffläche beanspruchen.

Die beste Zeit zum umtopfen einer Sansevieria ist das Frühjahr.

Dünger: Sansevierien dürfen nicht oft gedüngt werden. Man gibt den Pflanzen nur während der Hauptwachstumszeit einmal in 4 Wochen einen Flüssigdünger in mittlerer Konzentration..

Hinweise: Die Sansevieria ist anfällig für einen befall mit dem Dickmaulrüssler. Dieser besonders Parasit ist sehr gefräßig und er kann große Stücke  aus den Rändern der Blätter fressen.

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