Spitzblume

Aus der großen Gattung Ardisia, auch unter dem Namen Spitzblume bekannt, sind nur die Arten Ardisia crenata und Ardisia elliptica als Zimmerpflanzen bekannt. In Wohnungen werden diese aufrecht wachsenden Sträucher bis zu 1 m hoch.

Drosera chrysolepis, Sonnentau

Die Spitzblume (Ardisia)

Deutscher Name: Ardisie, Spitzblume
Wissenschaftl. Name: Ardisia
Unter Glas (in Wohnungen) gepflegte Art/en, Sorten oder Varietäten: Ardisia crenata, Ardisia elliptica
Synonyme:  Ardisia crenulata, Ardisia crispa
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Wuchshöhe unter Glas (Wohnung): 50 bis 100 cm
Verwendung: Blüten- und Fruchtschmuckpflanze
Blütezeit: Juni bis August
Fruchtzeit:
Oktober bis Dezember
Schwierigkeit: pflegeleicht, für Anfänger gut geeignet

Arten & Pflege der Spitzblumen

Die Spitzblumen Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Ardisia crenata ( Bild ansehen )

Ardisia crenata, auch gekerbte Spitzblume, Korallenbeere oder Gewürzbeere genannt, zeichnet sich durch ihren schlanken Wuchs aus.

Die gekerbte Spitzblume wächst als Strauch und erreicht Wuchshöhen von etwa 1 bis 3 Metern. Die Rinde der Zweige, die Unterseiten der Blätter und die Blütenstandsrhachis sind anfänglich mit sehr kleinen rötlich gefärbten Drüsen bedeckt. Diese entwickeln sich jedoch bald zurück und verschwinden dann gänzlich. Die stielrunden Zweige der gekerbten Spitzblumen besitzen eine Querschnitt von etwa 4 mm und eine bräunliche Rinde.

Die elliptischen, lanzettlichen, wechselständig angeordneten Blätter (Bild ansehen) der Spitzblume werden bis zu 15 cm lang. Sie haben einen krauswelligen, leicht knotigen Rand, sind dunkelgrün, punktiert, ledrig und stark glänzend.

Den Blattachseln der Spitzblume entspringen dicke Büschel von kleinen sternförmigen, weißen oder rosaroten Blüten ( Bild ansehen ).

Den Blüten folgen an den nahezu waagrechten Stielen ungefähr 1 cm große, glänzende Beeren ( Bild ansehen ), die sich allmählich hellrot färben. Die Beeren an einer Spitzblume bleiben meist bis zur Blüte des darauffolgenden Jahres hängen. Wichtig dafür ist jedoch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit um die 60 bis 65 %.

Ardisia elliptica ( Bild ansehen )

Ardisia elliptica wächst als immergrüner Strauch. Im Laufe der Zeit erreicht die Pflanze Wuchshöhen von 1 bis 2 Metern. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl (unbehaart). Die Rinde des Strauchs ist schwarz länglich punktiert bis gestreift.

Die überwiegend wechselständig angeordneten Laubblätter (Bild ansehen) sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Im Gegensatz zur gekerbten Spitzblume sind die Blätter einer Ardisia elliptica glatt gerandet. Die matte Blattunterseite ist dicht punktiert, besonders entlang des Blattrandes.

Standort / Licht

Die Spitzblume pflegt man an einem hellen bis sonnigen Standort. Nur während der Sommermonate darf die Pflanze nicht in der prallen Sonnen stehen. Zerstreutes Sonnenlicht oder ein wenig Abend- oder Morgensonne ist für diese Pflanzen jedoch auch während der warmen Jahreszeit günstig.

Während des Sommers ist dies kein Problem, vorausgesetzt man stellt die Pflanze nicht in eine dunkle Ecke des Zimmers. In der lichtarmen Jahreszeit sollte man die Lichtwerte überprüfen, nur eine ausreichend hell gepflegte Spitzblume bleibt auch während der Überwinterung gesund und schädlingsfrei.

 Spitzblumen benötigen ganzjährig eine Beleuchtungsstärke von 1000 bis 1500 Lux.

Standort für Zimmerpflanzen

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort

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Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Spitzblume Gießen / Wässern

Solange die Spitzblume heranwächst wird die Pflanze reichlich gegossen. Das Substrat muss ständig feucht gehalten werden, es darf nur an der Oberfläche leicht antrocknen.

Pflanzen reichlich gießen

Reichliches Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrates leicht antrocknen. Dann wird gegossen. Im Inneren des Topfballens sollte während der Wachstumszeit immer eine durchgehend gute Feuchtigkeit bestehen. Selbst kurze Trockenphasen sind zu vermeiden.
  2. Beim Gießen verabreicht man der Ardisia soviel Wasser, bis dieses kräftig aus dem Abzugsloch wieder herausläuft und sich im Untersetzer ansammelt.
  3. Das überschüssige Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Auch Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf leiden wenn die Wurzeln längere Zeit im Wasser stehenbleiben.

An Tagen mit niedriger Luftfeuchtigkeit sollten die Ardisien öfter besprüht werden. Als Gießwasser und zum Besprühen nimmt man für Pflanzen weiches, abgestandenes und zimmerwarmes Wasser. Optimal ist sauberes, bei Bedarf gefiltertes Regenwasser.

Während Ruheperiode von Mitte Oktober bis Anfang März gießt man die Pflanzen sparsam , die Gießmenge und Häufigkeit muss den niedrigeren Temperaturen angepasst werden.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
Einkaufstipp: Automatische (Urlaubs) - Bewässerung für Pflanzen & Feuchtigkeitsmesser

Luftfeuchtigkeit

Eine leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit, 60 bis 65 %, ist für alle Spitzblumen vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Bei Bedarf sollte man die Luftfeuchte erhöhen, hierfür eignen sich in der Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter (Über Amazon ab ca. 15 Euro) oder Verdunster für Heizkörper (ab ca. 8 Euro, Amazon).

Zusätzlich ist es hilfreich, die Pflanze hin und wieder mit weichem, zimmerwarmem Wasser einzusprühen. Damit die Sprühdüse nicht verstopft verwendet man gefiltertes Regenwasser. Leitungswasser eignet sich nicht so gut, denn es hinterlässt im Laufe der Zeit oft Flecken auf den Blättern. Am besten funktioniert das Einsprühen mit einem kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze (ab ca. 10 Euro über Amazon).

Damit können die Blätter der Pflanze unproblematisch von allen Seiten, auch von unten besprüht werden, ohne den Topf drehen zu müssen. Dies ist bei empfindlichen Zimmerpflanzen wichtig, denn manche reagieren mit Knospen- oder Blattfall auf eine Änderung des Lichteinfalls. Einfache Handsprüher wie sie z.B bei Haushaltsreinigern verwendet werden, sind unpraktisch in der Verwendung und gehen meist schnell kaputt.

Spitzblume überwintern / Ruheperiode

Spitzblumen benötigen eine Ruheperiode von Mitte Oktober bis Anfang März. Während dieser Zeit benötigen die Spitzblumen weniger Wasser, die Gießmenge und Häufigkeit muss den niedrigeren Temperaturen angepasst werden.

Während der Ruheperiode, von Oktober bis März, sollten die Temperaturen für eine Spitzblume zwischen 12 und 16 °C liegen. Während dieser Zeit lässt man die Erdschicht zwischen den Wassergaben oberflächlich abtrocknen, wenn die Pflanzen bei normaler Zimmertemperatur gepflegt werden. Senkt man die Temperatur jedoch unter 14 °C, gießt man noch etwas sparsamer. Man kontrolliert das Substrat regelmäßig und vermeidet Ballentrockenheit.

Während der Überwinterung werden die Spitzblumen nur einmal schwach gedüngt.

Zu Beginn der Vegetationsperiode, etwa Anfang April, werden die Pflanzen wieder etwas kräftiger gegossen. Beginnt die Spitzblume nun frisch auszutreiben, so fängt man auch wieder mit dem regelmäßigen Düngen an.

Zum Überwintern geeignet sind frostsichere, ungeheizte Räume. Ein kühler Kellerraum, ein Treppenhaus, oder ein Wintergarten geben einen guten Überwinterungsraum ab. Um das für die Überwinterung notwendige Licht bereitzustellen, eignen sich 20 cm über den Pflanzen angebrachte Leuchtstoffröhren bzw. noch energiesparendere Pflanzlampen mit LED. Bei einem Standort im Wintergarten oder vor ausreichend großen Süd-, Südwest-, oder Südostfenstern mit ungehindertem Lichteinfall ist in der Regel keine Zusatzbeleuchtung erforderlich.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Die Spitzblume kann während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen bis halbschattigem Standort im Freien gepflegt werden. Etwas Morgen- oder Nachmittagssonne ist für ein gesundes Wachstum dieser Pflanze von Vorteil. Die Spitzblume sollte nicht direkt von der prallen Mittagssonne beschienen werden.

Pflanzen die in geschlossenen Räumen überwintert werden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit nicht sofort dem vollen Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Spitzblumen verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken auf den Blättern zu erkennen.

Um die Pflanze an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Etwas zerstreute Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Pflanze an ihren endgültigen, sonnigeren Standort stellen.

Temperatur

Spitzblumen bevorzugen einen etwas kühleren Standort, im Idealfall bei einer Temperatur von maximal 20 °C. Sind die Temperaturen höher muss, damit die Beeren nicht vorzeitig abfallen, für ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt werden.

Luftfeuchtigkeit erhöhen

Man kann, zur Erhöhung der Luftfeuchte, die Spitzblume in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine stellen und bei warmen Temperaturen täglich besprühen.

Während der Ruheperiode, von Oktober bis März, sollten die Temperaturen abgesenkt werden. Idealerweise liegen die Temperaturen nun zwischen 12 und 16 °Celsius.

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht schnell und/oder über einen längeren Zeitraum über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Spitzblume vermehren

Die Spitzblumen werden aus Samen im Frühjahr angezogen. Man kann dies zwar auch bei Ardisien in Zimmerkultur machen, doch ist es einfacher, junge Pflanzen beim Gärtner zu kaufen.

Zur Vermehrung kann man im späten Frühjahr von den Seitentrieben Achselstecklinge zuschneiden. Die Stecklinge werden in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Quarzsand gesteckt. Das Substrat wird mäßig feucht gehalten.

 Nach 6 bis 8 Wochen bilden die Stecklinge Wurzeln. Vorteilhaft ist es, wenn die Stecklinge in einem elektrisch beheizten Vermehrungskasten eine Bodentemperatur von ungefähr 25-30 °C erhalten.

Stecklingesvermehrung

Zur Anzucht ohne Vermehrungskasten stülpt man einen Plastikbeutel über die Töpfe mit den Stecklingen und stellt sie an einen hellen Ort mit gleichmäßigen Temperaturen, jedoch nicht unter 21 °C.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
Einkaufstipp: Aufzucht-, Anzucht u. Gewächshäuser zur Vermehrung

Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Spitzblume ist ein Substrat mit einem schwach saurem Boden pH-Wert von 5,0 bis 6,0. Die Pflanzen gedeihen auch in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte liegen. Bei falschem pH-Wert wird sich eine Spitzblume nicht gesund entwickeln können.

Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht gewährleistet sind.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man Spitzblumen in gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

Da das eigene Substrat, im Gegensatz zu einfacher Blumenerde, über einen langen Zeitraum nicht zusammensackt und verdichtet, kann man auf ein jährliches Umtopfen verzichten.

Substratmischung für Spitzblumen

Spitzblumen bevorzugen in ihrem natürlichen Habitat Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,0 und 6,0. Ein passendes Substrat erhält man, wenn man ein Torfsubstrat mit etwas Landerde, Quarzsand und Perliten vermischt.

  • 5 Anteile Torfsubstrat
  • 1,5 bis 2,5 Anteile Ackererde mit Tonanteil
  • 0,5 Anteile Quarzsand
  • 1 Anteil Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat

Alles muss gut miteinander vermischt werden.

Der Boden pH-Wert von 5,8 bis 6,8 wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torf oder Torfsubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Mit einem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert der fertigen Mischung ermitteln und gegebenenfalls korrigieren.

Torfsubstrat dient als Basis für die Mischung.
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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Hinweise

Oft werden Spitzblumen in normaler Torf- oder Blumenerde, vermischt mit einigen Styroporperlen zum Verkauf angeboten. Diese einfache Blumenerde sollte man gegen ein für die Pflanze besser geeignetes Substrat austauschen.

Spitzblume umtopfen

Junge Spitzblumen werden bei Bedarf im Frühjahr in größere Töpfe umgetopft. Wenn eine ältere Spitzblumen unansehnlich wird, ersetzt man sie durch aus Stecklingen herangezogene Jungpflanzen.

Man topft die Pflanze um, wenn

  • der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
  • das Substrat zusammengesackt ist
  • der Topf vollständig durchwurzelt ist
  • wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten

Neu gekaufte, frisch umgetopfte oder neu angezogene Spitzblumen müssen erst nach 2 bis 3 Jahren umgetopft werden, sofern sie in einem hochwertigen Substrat gepflegt werden. Minderwertiges Substrat sollte man nach dem Kauf durch eine eigene, abgestimmte Substratmischung ersetzen.

Die Pflanzen dürfen zum Umtopfen nicht in Blüte stehen. Ungünstig ist es auch, wenn die Pflanzen im Frühling bereits mit kräftigem Wachstum begonnen haben und die neuen Blätter noch sehr klein sind.

Zum Umtopfen der Spitzblumen wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Pflanze werden abgeschnitten. Auch lebende Wurzeln können bei Bedarf etwas gestutzt werden. Nach dem Umtopfen schützt man die Pflanzen 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Während der Hauptwachstumszeit, von März bis Oktober bekommt die Spitzblume bei jedem dritten bis vierten Gießvorgang einen handelsüblichen Dünger für Zimmerpflanzen nach Herstellerangaben. Während des Winters düngt man seltener, zwischen November und März reichen meist ein bis zwei schwache Düngergaben aus.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Spitzblume schneiden

Ein Spitzblume verträgt problemlos einen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr. Zu lange Triebe kürzt man maximal um 2/3 ihrer Länge. Das Schneiden der Triebe einer Pflanze die nicht verholzt sind macht man mit einem scharfen Messer. Verholzte Triebe beschneidet man immer mit einer Gartenschere. Sehr dicke Triebe werden mit einer Astschere oder mit einer Säge gekappt.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
Einkaufstipp: Gartenscheren und Astscheren für den Zimmergärtner

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen kann bei den Spitzblumen vorkommen. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Pflanzen zu erkennen.

Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte seine Spitzblumen regelmäßig und sorgfältig untersuchen, denn die Pflanzen sind anfällig für einen Befall mit diesen Schädlingen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Bildnachweis: Ardisia crenata von JMK, Ardisia elliptica von Forest & Kim Starr. Alle lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons.

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