Geschwollene Beine – Hausmittel der Naturheilkunde

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Geschwollene Beine und Knöchel entstehen durch eine Ansammlung von Wasser im Gewebe. Man nennt dies ein Ödem. Ödeme können am ganzen Körper oder auch nur lokal auftreten. Die Ursache für ein Ödem kann beim Herzen, den Nieren oder in einer Behinderung der Zirkulation des Blutkreislaufes liegen. Bei einem Ödem sollten Sie immer einen Arzt konsultieren.

Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel, die traditionell bei geschwollenen Beinen angewendet werden.

Walnussbaum (Juglans regia): drei grüne, unreife Walnüsse in der Fruchthülle zwischen großen, gefiederten Blättern

Echte Walnuss: Ihre Blätter kommen in den Absud für die Beinbäder im Abschnitt „Anwendungen gegen geschwollene Beine“. Zum Rezept

Walnussbaum Juglans regia
von JLPC, CC BY-SA 3.0

Anwendungen gegen geschwollene Beine

Bei diesen Anwendungen gegen geschwollene Beine macht man 10 Minuten andauernde, lauwarme Beinbäder. Danach braust man die Beine mit kaltem Wasser ab und badet erneut für 10 Minuten in der Zubereitung. Nach dieser Anwendung lagert man die Beine hoch.

Absud mit Walnussbaumblättern

Man stellt einen Absud her, indem man 500 g Blätter vom Walnussbaum in 4 Liter kaltes Wasser gibt und dieses zum Kochen aufsetzt. Der Absud muss 10 Minuten kochen, danach wird er abgeseiht.

Sicherheitshinweis für die Echte Walnuss »

Muskatellersalbeibad

Man stellt einen Absud her, indem man 300 g Blätter vom Muskatellersalbei in 4 Liter kochendes Wasser gibt. Der Absud muss 10 Minuten ziehen, danach werden die Heilpflanzen abgeseiht.

Sicherheitshinweis für den Muskatellersalbei »

Anwendungen gegen geschwollene Knöchel

Mit den folgenden Anwendungen gegen geschwollene Knöchel tränkt man Kompressen, die man auf die betroffenen Stellen auflegt.

Aufguss mit Attich

Man gibt 50 g Blüten vom Attich in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten ziehen. Die geschwollenen Knöchel werden mit in der warmen Flüssigkeit getränkten Kompressen umwickelt. Die Einwirkzeit beträgt 15 bis 25 Minuten.

Sicherheitshinweis für den Attich »

Absud mit Efeu

Man gibt 100 g Efeublätter in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten ziehen, danach wird der Absud abgeseiht. Die geschwollenen Knöchel werden mit in der warmen Flüssigkeit getränkten Kompressen umwickelt. Die Einwirkzeit beträgt 15 bis 25 Minuten.

Sicherheitshinweis für den Efeu »

Sicherheitshinweise zu den Pflanzen

Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).

Sicherheit & Toxizität von Juglans regia (Walnuss)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Monographie zu Walnussblättern veröffentlicht (Stand 2013, 2022 ohne Änderungsbedarf überprüft). Anerkannt ist ausschließlich die äußerliche, traditionelle Anwendung als Umschlag oder Bad bei leichten Hautentzündungen und bei übermäßigem Schwitzen an Händen und Füßen. Eine innerliche Anwendung ist in der Monographie nicht vorgesehen. Grüne Fruchtschalen und Nüsse sind nicht Gegenstand dieser Bewertung.

⚠️ Hinweis: Die EMA hat für Walnussblätter nur die äußerliche Anwendung anerkannt – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Die EMA empfiehlt die Anwendung unter 18 Jahren nicht – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echte Walnuss – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Walnussbaum

Sicherheit von Salvia sclarea (Muskatellersalbei)

Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die oberirdischen Teile des Muskatellersalbeis für Mensch und Tier als schwach giftig ein. Für Salvia sclarea liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Muskatellersalbei – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Muskatellersalbei

Sicherheit von Sambucus ebulus (Attich)

Die Giftzentrale Bonn (Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW) stuft den Zwerg-Holunder als gering giftig ein. Die unreifen Früchte, Blätter und Samen enthalten geringe Mengen an zyanogenen Glykosiden (Sambunigrin, Prunasin). Als Symptome werden Erbrechen und Durchfall genannt; in der Regel ist keine Behandlung erforderlich. Die Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) und die Datenbank TPPT von Agroscope stufen den Zwerg-Holunder dagegen als giftig ein; nach der Zürcher Datenbank sind auch die gekochten Kerne giftig.

⚠️ Hinweis: Unreife Früchte, Blätter und Samen des Attichs enthalten zyanogene Glykoside und können Erbrechen und Durchfall auslösen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Attich – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Attich (Zwergholunder)

Sicherheit & Toxizität von Hedera helix (Efeu)

Efeublätter-Zubereitungen dürfen nicht bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen Pflanzen der Familie der Araliengewächse angewendet werden, und nicht bei Kindern unter 2 Jahren (Risiko einer Verschlechterung der Atemwegssymptome durch schleimlösende Wirkstoffe).

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Efeu – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Efeu

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Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Wikipedia - Pflanzenheilkunde
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu geschwollenen Beinen

Wie entstehen geschwollene Beine?

Geschwollene Beine und Knöchel entstehen durch eine Ansammlung von Wasser im Gewebe.

Wo können Ödeme auftreten?

Ödeme können am ganzen Körper oder auch nur lokal auftreten.

Was kann die Ursache für ein Ödem sein?

Die Ursache für ein Ödem kann beim Herzen, den Nieren oder in einer Behinderung der Zirkulation des Blutkreislaufes liegen.