Schuppen im Haar – Hausmittel der Naturheilkunde
Unser Haar besteht hauptsächlich aus Keratin. Die Farbe, die Fülle, der Durchmesser und der Wuchs sind überwiegend von Erbfaktoren abhängig. Die Lebensdauer eines Haares liegt, je nach Körperpartie und Pflege, zwischen 1 und 6 Jahren. Zahlreichen Heilkräutern und Heilpflanzen wird eine vorteilhafte Wirkung auf das Haar und unsere Kopfhaut nachgesagt.
Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel, die traditionell bei Schuppen angewendet werden.
Stieleiche: Ihre getrocknete, pulverisierte Rinde kommt in den Absud im Abschnitt „Haarwasser gegen Schuppen“. Zum Rezept
Eiche von Maya_Dobrev, CC BY-SA 4.0
Haarwasser gegen Schuppen
Gegen Schuppen stellt man ein Haarwasser mit einer der folgenden Zubereitungen her.
Absud aus Frauenhaarfarn
Man gibt 100 g vom getrockneten Frauenhaarfarn in 1 Liter Wasser. Die Heilpflanzen müssen vor dem Filtrieren 30 Minuten kochen.
Sicherheitshinweis für den Frauenhaarfarn »
Aufguss mit Edelkastanie
Man gibt 60 g Blätter der Edelkastanie in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen vor dem Abseihen 15 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für die Edelkastanie »
Absud aus Stieleichenrinde
Man gibt 30 g getrocknete und pulverisierte Rinde der Stieleiche in 1 Liter Wasser. Die Rinde muss vor dem Abseihen 20 Minuten in einem offenen Topf leicht kochen.
Sicherheitshinweis für die Stieleiche »
Absud mit Schwarzpappel
Man gibt 30 g getrocknete und pulverisierte Rinde der Schwarzpappel in 1 Liter Wasser. Die Rinde muss vor dem Abseihen 20 Minuten in einem offenen Topf leicht kochen.
Sicherheitshinweis für die Schwarzpappel »
Absud mit der Weißen Seerose
Man gibt 20 g Wurzeln der Weißen Seerose in 1 Liter Wasser. Der Absud muss vor dem Abseihen 5 Minuten kochen.
⚠️ Hinweis: Seerosen und Teichrosen sind giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Seerose »
Saft der Großen Brennnessel
Man vermischt 50 g Saft aus frisch gesammelten Großen Brennnesseln mit 2 Esslöffel Rizinusöl.
ℹ️ Hinweis: In Schwangerschaft und Stillzeit wird von der Anwendung abgeraten.
ℹ️ Hinweis: Von einer Anwendung der Samen und der Pflanze wird abgeraten.
Sicherheitshinweis für die Große Brennnessel »
Auszug mit Dost und der Großen Brennnessel
Man legt eine Mischung von 50 g Dost und 50 g Großer Brennnessel in 1 Liter 60-prozentigen Alkohol. Das geschlossene Gefäß muss 2 Wochen an einem sonnigen Platz stehen. Zur Behandlung der Schuppen gibt man 2 Esslöffel dieser Zubereitung in 1 Glas Wasser, 2 mal täglich wird die Kopfhaut damit massiert.
ℹ️ Hinweis: In Schwangerschaft und Stillzeit wird von der Anwendung abgeraten.
Sicherheitshinweis für den Dost » · Sicherheitshinweis für die Große Brennnessel »
Sicherheitshinweise zu den Pflanzen
Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).
Sicherheit von Adiantum capillus-veneris (Frauenhaarfarn)
Die Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) führt Adiantum capillus-veneris als ungiftige Pflanze; in der Literatur fanden sich keine Hinweise auf eine mögliche Giftigkeit. Für Adiantum capillus-veneris liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Frauenhaarfarn – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Frauenhaarfarn
Sicherheit von Castanea sativa (Edelkastanie)
Die Giftzentrale Bonn (Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW) grenzt die Edelkastanie von der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ab: „Im Gegensatz zu den Samen der echten Kastanie (Castanea vesca) sind Roßkastanien ungenießbar.“ Bei der Rosskastanie sind alle Organe giftig, besonders die grünen Samenschalen und unreifen Früchte. Für Castanea sativa liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
ℹ️ Hinweis: Edelkastanien nicht mit den ungenießbaren, giftigen Rosskastanien verwechseln – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Edelkastanie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Edelkastanie
Sicherheit & Toxizität von Quercus robur (Eichenrinde)
Eine länger dauernde innerliche Anwendung gerbstoffreicher Eichenrinden-Zubereitungen sollte vermieden werden. Bei Durchfall, der länger als 3–4 Tage anhält, bei Blut im Stuhl, Fieber, starken Schmerzen oder Anzeichen von Austrocknung ist ärztliche Abklärung nötig.
⚠️ Hinweis: Nach heutigem Kenntnisstand sollte Eichenrinde nicht bei nässenden, großflächigen Ekzemen angewendet werden; bei Säuglingen und Kindern wird vor der Anwendung eine fachliche Beurteilung empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Für die Anwendung von Eichenrinden-Zubereitungen bei Kindern wird eine fachliche Beurteilung empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Stieleiche – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Stieleiche
Sicherheit von Populus nigra (Schwarzpappel)
Für Populus nigra liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Schwarzpappel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Schwarzpappel
Sicherheit von Nymphaea alba und Nuphar lutea (Weiße Seerose, Gelbe Teichrose)
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Weiße Seerose und die Gelbe Teichrose für den Menschen als giftig ein; die Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) führt bei beiden alle Pflanzenteile als giftig. Für Nymphaea alba und Nuphar lutea liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
⚠️ Hinweis: Seerosen und Teichrosen sind giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Seerose – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Seerose
Toxizität und offizielle Sicherheitsbewertung von Urtica dioica/urens (Brennnessel)
Laut EU-Kräutermonographie der EMA/HMPC ist die Anwendung kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff sowie in Situationen, in denen eine verringerte Flüssigkeitszufuhr angeraten ist (z. B. schwere Herz- oder Niereninsuffizienz).
ℹ️ Hinweis: Laut EU-Kräutermonographie sollte die Anwendungsdauer 2 bis 4 Wochen nicht überschreiten – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Nach heutigem Kenntnisstand sollte Brennnessel nicht angewendet werden, wenn eine verringerte Flüssigkeitszufuhr angeraten ist, z. B. bei Wassersucht infolge schwerer Herz- oder Niereninsuffizienz – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Große Brennnessel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Große Brennnessel
Sicherheit von Origanum vulgare (Dost)
Für den Dost (Origanum vulgare) liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor; die EU-Monographie zum Majorankraut gilt nur für den Majoran (Origanum majorana). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt in ihrer Monographie zum Oreganokraut, dass starke (konzentrierte) Tees Gebärmutterkontraktionen auslösen können; Frauen sollen das Kraut in Schwangerschaft und Stillzeit meiden. Nach der Kommission E können Extrakte mit hoher Ölkonzentration Haut und Schleimhäute reizen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in Proben aus der Gruppe ‚Oregano, Majoran‘ 1,2-ungesättigte Pyrrolizidinalkaloide nachgewiesen.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Dost (Oregano) – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Verwandte Hausmittel
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Rückfettende Salben und Bäder, die rissige Haut bei Schrunden pflegen können.
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Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Wikipedia - Pflanzenheilkunde
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Adiantum capillus-veneris: „Ungiftige Pflanze“; „Vermutlich ungiftige Pflanze, da in der Literatur keine Hinweise auf potentielle Toxizität gefunden“; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Frauenhaarfarn)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Frauenhaarfarn)
- Giftzentrale Bonn – Roßkastanie (Abgrenzung zur echten Kastanie, giftige Pflanzenteile der Rosskastanie; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Edelkastanie)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Edelkastanie)
- AWL.ch – Eiche, Eichenrinde (Quercus robur): Wirkung (übernommen in die Sicherheitshinweise: Stieleiche)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; keine Angaben einer Giftinformationszentrale oder des BfR; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Schwarzpappel)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Nymphaea alba: Mensch „toxic“; Blüte, Rhizom; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Seerose)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Nuphar lutea: Mensch „toxic“; ganze Pflanze, am meisten in der Wurzel; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Seerose)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Nymphaea alba: „giftig +“; „Alle Pflanzenteile“; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Seerose)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Nuphar lutea: „giftig +“; „Alle Pflanzenteile“; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Seerose)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für Nymphaea alba und Nuphar lutea; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Seerose)
- EMA/HMPC – Community herbal monograph on Urtica dioica/urens, folium (übernommen in die Sicherheitshinweise: Große Brennnessel)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für O. vulgare; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Dost (Oregano))
- EMA – Origani majoranae herba (EU-Monographie EMA/HMPC/166517/2015, gilt für Origanum majorana) (Geltungsbereich; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Dost (Oregano))
- WHO-Monographie – Herba Origani (Selected Monographs on Medicinal Plants in the Newly Independent States, 2010) (Abschnitt „Pregnancy“; Kopie auf e-lactancia.org, gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Dost (Oregano))
- Altmeyers Enzyklopädie – Origani herba (Nullmonographie; unerwünschte Wirkungen bei hoher Ölkonzentration; Kommission E nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Dost (Oregano))
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