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RhododendronZu der recht umfangreichen Gattung des Rhododendron gehört eine Art, die in Zimmerkultur weit verbreitet ist, Rhododendron simsii. Fälschlicherweise wird dieser Rhododendron auch als Azalea indica bezeichnet. Etwas weniger bekannt ist Rhododendron obtusum, die Stammform der Kurume-Azaleen. Bei den in Wohnungen kultivierten Rhododendron Arten handelt es sich fast ausnahmslos um kleine Blütensträucher, die bis zu 45 cm hoch und breit werden. Die ledrigen Blätter eines Rhododendron sind 2 bis 3 cm lang und oval-rund geformt. Die trichterförmigen Blüten des Rhododendron sitzen endständig an den Trieben der Pflanze. In Zimmerkultur hält man den Rhododendron meist nur als Winter- und Frühjahrsblüher.
Rhododendron obtusum ist eine Hybride zwischen Rhododendron kaempferi und einigen anderen Rhododendron Arten. Im Volksmund kennt man diese Pflanzen als Japanische Azaleen. Rhododendron obtusum hat glänzende, leicht ledrige Blätter. Die jungen Zweige dieser Art sind mit weichen, anliegenden, braunen Haaren bedeckt. Die Blüten des Rhododendron obtusum können einzeln, paarweise oder auch zu dritt den Zweigen entwachsen. Die Farben der Azaleen Blüten reichen von Weiß und Purpur bis zu unterschiedlichen rosa und roten Tönen.
Rhododendron simsii gilt als die eigentliche Stammform der bekannten Zimmerazalee. Dieser Rhododendron besitzt glänzende, am Rand mit Borstenhaaren besetzte Blätter. Die Blüten können einfach oder gefüllt sein, manchmal kommen auch gekräuselte Blütenblätter vor. Die Farbskala ist die gleiche wie bei Rhododendron obtusum; die Blüten von Rhododendron simsii können aber auch zweifarbig sein.
Kulturanleitung Rhododendron
Licht: Rhododendron Arten mit Knospen oder Blüten bekommen einen hellen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung. Außerhalb der Blütezeit sind mittlere Lichtverhältnisse für einen Rhododendron am besten geeignet. Wer über die Möglichkeit verfügt, sollte seinem Rhododendron im Sommer einen halbschattigen Platz im Freien gönnen.
Gießen: Die Pflanzen benötigen stets feuchte Wurzeln, man gießt den Rhododendron reichlich und achtet darauf, dass der Topfballen gründlich durchfeuchtet ist. Ein Rhododendron verträgt kein kalkhaltiges Wasser. Die Pflanzen sind absolut kalkfeindlich! Zum Gießen des Rhododendron verwendet man deshalb weiches, kalkfreies Wasser, Regenwasser ist sehr gut geeignet.
Mit kalkhaltigem Wasser gegossene Rodhodendren werden in der Regel von einer Chlorose befallen. Erste Hilfe kann man durch Gießen mit einem Spezialpräparat, z. B. Fetrilon, leisten.
Um die Luftfeuchtigkeit für die Pflanze zu erhöhen, stellt man die Töpfe der Pflanzen in wassergefüllte Schalen oder Untersetzer auf Kieselsteine.
Temperatur: Man kultiviert einen Rhododendron möglichst kühl bei Temperaturen von 8 bis 16 °C. Bringt man einen Rhododendron in ein warmes Zimmer mit über 21 °C Zimmertemperatur, verwelken die hübschen Blüten schnell, und die Blätter der Pflanze fallen ab. Man kann einen Rhododendron jedoch langsam von einem kühleren an einen wärmeren Standplatz gewöhnen. Generell gilt aber, dass sich die Blüten der Pflanzen an kühleren Standorten wesentlich länger halten.
Vermehrung: Rhododendren können sehr gut durch Kopfstecklinge junger Triebe im zeitigen Frühjahr vermehrt werden. Man steckt einen 8 bis 10 cm langen Steckling in einen kleinen Topf mit einem gut angefeuchteten Substrat aus zwei Teilen scharfem Sand oder Perlite und einem Teil Torf. Über den Topf stülpt man einen Plastikbeutel gestülpt oder man stellt den Topf in einen Vermehrungskasten an einen halbschattigen Platz.
In 8 bis 12 Wochen sollten sich die Stecklinge bewurzelt haben, und die junge Pflanze wird in das für erwachsene Pflanzen empfohlene Substrat umgesetzt.
Erdmischung: Für die Kultivierung des Rhododendron verwendet ein man ein kalkfreies Gemisch aus einem Teil Komposterde, zwei Teilen Torf und einem Teil scharfem Sand oder Perlite. Die Pflanzen können alternativ auch auch in reinem Torfkultursubstrat kultiviert werden.
Dünger: Vom späten Frühjahr bis zum frühen Herbst düngt man den Rhododendron alle 14 Tage mit einem kalkfreien Flüssigdünger.
Hinweise: Rhododendron kann man nur schwierig länger als eine Saison in Zimmerkultur halten. Wenn man die Pflanze jedoch nach der Blüte an einen möglichst kühlen Ort stellt und die Pflanzen gleichmäßig weitergießt, übersteht der Rhododendron eventuell auch die nächste Saison. Der Topfballen sollte dabei immer feucht gehalten werden.
Besser ist es, sobald keine Frostgefahr mehr besteht, die Pflanzen ins Freiland in den Schatten von Bäumen zu stellen. Dort hält man das Substrat des Rhododendron gleichmäßig feucht und besprüht die Pflanzen an warmen Abenden mit kalkfreiem Wasser Regenwasser. Im zeitigen Herbst, vor dem ersten Frost, stellt man die Azalee für eine weitere Blüte in die Wohnung.
Im Spätsommer sollte man den Rhododendron etwas trockener halten, so wird der Knospenansatz gefördert. Nach dem Ansatz der Knospen werden die Pflanzen wieder kühl gestellt, damit sich die Knospen gut weiterentwickeln. In warmer, trockener Zimmerluft können die Knospen und möglicherweise auch die Blätter abfallen. Ein Kalthaus bei einer Temperatur von 8 bis 13 °C ist in diesem Stadium für den Rhododendron ideal. Ab dem Beginn der Blütezeit und bis zum Abwelken der Blüten vertragen alle Rhododendron Arten helleres Licht und auch mehr Wärme. Die Temperatur von 21 °C sollte jedoch nicht überschritten werden.
Alle zwei oder drei Jahre werden die Pflanzen nach der Blüte, bevor man sie ins Freie stellt, in etwas größere Töpfe umgesetzt.
Krankheiten & Pflanzenschädlinge:
Dickmaulrüssler Der Dickmaulrüssler findet den Rhododendron sehr schmackhaft, die typischen Fraßspuren des Dickmaulrüsslers sind jedoch leicht an den Blättern der Pflanzen zu erkennen.
Die Larven des Dickmaulrüsslers sind schwerer zu entdecken, oft bemerkt man sie nur wenn die Pflanze bereits stark geschädigt ist, oder wenn sich die Käfer entwickeln und die Fraßspuren sichtbar werden. > Dickmaulrüssler bekämpfen / Fraßspuren erkennen
Gewitterfliegen Die Pflanze ist auch ein bevorzugter Wirt für die Larven der Gewitterfliegen.
Die Larven ernähren sich bis zum Schlüpfen von jungen Trieben, sich neu entwickelnden Blättern und den Knospen der Blüten. Der Schaden an der Pflanze wird meist erst nach dem Öffnen der befallenen Blätter und Blüten entdeckt. > Gewitterfliegen bekämpfen / Symptome erkennen Lesen Sie beliebte Hausmittel mit Heilpflanzen
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