Neues vom Hanf - 2019

Die Hanfpflanze ist faszinierend. Seit tausenden von Jahren wird sie von Kulturen geschätzt und genutzt. Das hat verschiedene Gründe, von denen die Rauschwirkung wohl die bekannteste ist. Doch die heute so geächtete Pflanze ist keineswegs nur eine Droge, sondern kann vielfältig verwendet werden. Und ist dabei ziemlich nachhaltig.

Neues vom Hanf im Jahr 2019

Bildquelle: cytis

Allmählich kehrt die Hanfpflanze wieder in den Fokus der Gesellschaft zurück, die offener mit Hanf umgeht und sie nicht verteufelt. Was macht die Hanfpflanze aber so faszinierend und was kann man alles aus ihr machen?

Medizin aus der Hanfpflanze

Aus der Hanfpflanze konnten Wissenschaftler schon über 200 verschiedene organische Verbindungen isolieren. Eine ganz schöne Menge. Von den 200 Stoffe gehört ein überwältigender Teil zur Gruppe der Cannabinoide, zu der auch das THC gehört, sowie das CBD. Letzterer Wirkstoff ist sehr bekannt geworden, da er nicht berauschend wirkt, dafür aber bei verschiedenen Krankheitsbildern wirksam sein kann, wie etwa Schmerzen oder Entzündungen.

CBD ist anders als oft behauptet, kein Öl, sondern ein kristalliner Feststoff, der dann wiederum in Hanföl gelöst wird. Das Hanfvita CBD Öl ist eines von vielen Ölen, das völlig legal in Deutschland erhältlich ist. Der Hanf hat sicher noch mehr zu bieten, doch da müssen erst die Gesetzgeber umdenken.

Nachhaltigkeit mit Hanf

Hanf lässt sich vielseitig nutzen, das haben wir bereits erwähnt. Doch wo sonst findet die Pflanze Verwendung? Beispielsweise in der Küche. Das Hanföl wird nicht nur für die Herstellung von CBD Öl verwendet. Das Hanföl hat einen charakteristischen, nussigen Geschmack, der sehr weich und angenehm ist.

Es ist pur genießbar, kann aber auch zur Verfeinerung von Speisen eingesetzt werden. Zum Braten eignet es sich aber nicht, sowie einige andere Pflanzenöle auch. Gewonnen wird das Hanföl aus den Samen. Das Öl ist zudem ein guter Lieferant für Vitamin E und ist reich an ungesättigten Fettsäuren.

Die Hanfpflanze kann aber auch für Stoffe verwendet werden. Aus den Fasern der Hanfpflanze kann man Stoffe weben, die sehr robust sind. Besonders Seile, Verbandmittel und Papiere können aus den Hanffasern gewonnen werden. Aber auch Kleidungsstücke aus Hanf werden immer beliebter.

Hanf ist eine anspruchslose Pflanze, die schnell wächst, viel Biomasse produziert und eine gute Energiebilanz hinterlässt. Der Anbau des Hanfs wird daher mehr und mehr gefördert. Heute sind 52 Hanfsorten in Europa zum Anbau freigegeben, unter bestimmten Auflagen und für Großlandwirte.

Doch mit der Nachhaltigkeit geht es weiter. Aus den Resten der Samen, auch Kuchen genannt, lassen sich Hanfmehle herstellen, die entweder als Tierfutter verwendet werden oder als Nahrungsergänzungsmittel.

Hanföl als Biokraftstoff

Wie bereits erwähnt wächst Hanf sehr schnell und ist pflegeleicht. Die Ausbeute ist also sehr gut. Hanföl lässt sich sehr gut als Biokraftstoff nutzen. Dazu braucht es zwar einige Prozesse, aber am Ende steht ein guter Kraftstoff, vorzugsweise für Dieselautos.

Da Hanf während des Wachstums Kohlenstoffdioxid aufnimmt, kann ein Kreislauf entstehen, bei der Kohlenstoff immer wieder zirkuliert. Hanföl als Biokraftstoff wäre klimaneutral und immer verfügbar. Anders als Mais oder Raps ist Hanf zudem wenig anspruchsvoll und kann auch ungünstige Wetterlagen sehr gut abfedern.

Hanf als Bodenreiniger

Eine weniger bekannte, dafür aber sehr wichtige Aufgabe übernimmt der Hanf mit der Phytosanierung. Dabei wird Hanf dort angebaut, wo der Boden oder das Wasser mit giftigen oder radioaktiven Stoffen verunreinigt ist.

Der Hanf zieht diese Stoffe aus dem Boden und lagert sie in die Pflanzenteile ein. Die Pflanzen können dann kontrolliert vernichtet werden. Schwermetalle und seltene Elemente können unter anderem aus den Rückständen zurückgewonnen werden.

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