Aloe Vera und Hanf – zwei Wundermittel für die Haut

Naturkosmetik für Schönheit

Gartengestaltung, Bild von Rinne Allen
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Eine ist als Wundermittel für die Haut bekannt, die andere als verbotene Pflanze: Aloe Vera und Hanf. Beide Pflanzen werden auch im Kosmetik-Bereich eingesetzt. Sie enthalten zahlreiche Nährstoffe, welche hautfreundlich sind und antioxidative Eigenschaften besitzen. In Kombination sind sie ein wahres Wundermittel, wenn es um die Pflege der Haut geht.

Aloe Vera und Hanf kombinieren ihre besten Eigenschaften zum Wohle der Haut

Sowohl Aloe Vera als auch Hanf sind – vereint in einer Creme – wahre Wundermittel. Während Aloe Vera der Haut Feuchtigkeit spendet, sorgt Hanföl Untersuchungen zufolge dafür, dass diese auch in den untersten Hautschichten eingeschlossen wird. Feuchtigkeitsverlust und Fältchen aufgrund von Trockenheit lässt sich damit gezielt vorbeugen. Eine Creme mit Aloe Vera und Hanf versorgt die Haut zudem mit essentiellen Omega-3- und -6-Fettsäuren und wertvoller Gamma-Linolensäure. Letztere nimmt auch auf die Kollagenbildung Einfluss. Zudem finden sich in Aloe Vera und Hanf wichtige Aminosäuren, die ebenfalls für Haut und auch die Nägel wichtig sind. Im Kosmetik-Bereich sind Aloe Vera und Hanf deshalb sinnvolle Kombinationspartner.

Aloe Vera – eine vielseitige Heilpflanze

Aloe Vera ist vielen vor allem als sogenanntes After Sun Gel bei Sonnenbrand bekannt. Doch die beliebte Heilpflanze hat nicht nur eine kühlende und reizlindernde Wirkung. Seit Jahrhunderten ist sie Nahrungsmittel und Kosmetikprodukt zugleich. Bereits Kleopatra war vom wertvollen Saft der Pflanze überzeugt und nutzte sie für Haut und Haar.

Aloe Vera wird auch als „Wüstenlilie“ genannt. Sie stammt ursprünglich aus dem Sudan und macht aufgrund ihres Standorts in trockenen Wüstenregionen ihrem Namen alle Ehre. Im Inneren der dicken Blätter speichert sie große Mengen Wasser, um langfristig überleben zu können. In ihren Blättern bildet die Aloe Vera alle wichtigen Nährstoffe wie Enzyme, Aminosäuren, Vitamine sowie Mineralstoffe. Insgesamt mehr als 160 Vitalstoffe haben Wissenschaftler in der Pflanze festgestellt.

Hanf – eine „verbotene“ Wunderpflanze

Hanfpflanze

Hanf ist eigentlich ein Lebensmittel, welches eine ungewöhnlich hohe Nährstoffdichte aufweist und dadurch auch zu den Superfoods gezählt wird. Dabei handelt es sich nicht um die Hanfpflanze mit der berauschender Wirkung, die als Marihuana bekannt ist. Vielmehr ist es Nutzhanf, der kein THC enthält und somit legal verwendet werden kann.

Hanf dient einerseits als Rohstoff, um Kleidung, Schiffstaue und Papier herzustellen. Andererseits wird die Pflanze auch zum Verzehr und als Heilmittel genutzt. Vor allem Hanföl hat eine besondere Bedeutung, denn es enthält wertvolle Cannabinoide, denen gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden.

Was Aloe Vera und Hanf für die Haut tun können

Das größte Organ des Menschen ist die Haut. Die Haut bietet Schutz vor äußeren Einflüssen, wie Abgase, Feuchtigkeit oder mechanischen Belastungen. Sie muss täglich viel aushalten, deshalb ist es umso wichtiger, sie zu reinigen und zu pflegen. Dermatologen empfehlen, den Körper etwa zwei- bis dreimal pro Woche einzucremen. Das ist für sogenannte „klinisch gesunde“ Haut ausreichend. Wer täglich duscht, sollte allerdings täglich cremen, da das heiße Wasser sowie das Duschgel Feuchtigkeit entziehen können.

Eine gute Creme enthält Inhaltsstoffe, welche die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Hier können Aloe Vera und Hanf natürlich punkten. Doch was können diese beiden Pflanzen noch für die Haut tun?

Aloe Vera nicht nur aus kosmetischer Sicht gut für die Haut

Die Kosmetikindustrie macht sich die zahlreichen hochwertigen Inhaltsstoffe von Aloe Vera in verschiedenen Produkten zunutze. Doch auch bei Hauterkrankungen wie

kann Aloe Vera hilfreich sein. In einer klein angelegten Studie wurde an 44 Patienten mit Dermatitis die Wirkung von Aloe Vera untersucht. Es zeigte sich bei etwa 60 Prozent der Patienten eine Besserung. Außerdem stellten die Forscher fest, dass auch die Wundheilung beschleunigt werden kann. Hierfür scheint der Inhaltsstoff Acemannan, ein Polysaccharid, verantwortlich zu sein.

Bislang gibt es im medizinischen Bereich allerdings noch zu wenig Studien zu Aloe Vera. Sicher ist aber: Aloe Vera versorgt die Haut mit viel Feuchtigkeit und hat eine beruhigende sowie angenehm kühlende Wirkung.

Als wahrer Beauty-Booster kann Aloe Vera der Faltenbildung entgegenwirken, da es Antioxidantien enthält, welche wiederum freie Radikale bekämpfen und so vor frühzeitiger Hautalterung schützen. Zudem bildet das Aloe Vera Gel einen unsichtbaren Schutzfilm auf der Haut und kann dadurch negative Umwelteinflüsse abwehren.

Das Öl der Hanfpflanze als Hilfe bei kranker Haut

Etwa ein Viertel aller Patienten in Deutschland leidet unter einer Hautkrankheit. Die traditionelle Medizin nutzt Hanfextrakte vor allem aufgrund der Wirkstoffe CBD und THC bei der Behandlung von Schmerzzuständen, bei Depressionen oder auch bei neurologischen Erkrankungen sowie Krebs.

Doch auch Dermatologen zeigen inzwischen immer mehr Interesse an Hanföl, welches aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen wird. So haben indische Forscher herausgefunden, dass Hanföl beispielsweise bei Erkrankungen wie

  • Dermatitis
  • Psoriasis
  • Rosacea
  • Knötchenflechte
  • Milchschorf
  • Stauungsekzem sowie
  • seborrhoischem Ekzem

lindernd wirken kann. Die Haut wird den Wissenschaftlern zufolge durch den Einsatz von Hanföl gestärkt und vor Infektionen geschützt.

Hanföl für Schönheit

Hanföl für Schönheit Erin_Hinterland 
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Die in Hanföl enthaltenen ungesättigten Fettsäuren dürften Grund für die Heilwirkung sein. Zu diesen gehören unter anderem Linolsäure sowie Alpha-Linolensäure und die sehr seltene Gamma-Linolensäure. Vor allem den beiden letzten wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Auch weitere hautfreundliche Substanzen wie Phytosterin und Campesterin sind in Hanföl enthalten. Sie tragen zur Regulierung des Feuchtigkeitsgehalts der Haut bei.

Das ideale Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren im Hanföl sorgt für ein Fettsäure-Muster, welches der menschlichen Haut ähnelt. Daher kann Hanföl sehr schnell von der Haut aufgenommen und verwertet werden. Die Schutzbarriere der Haut wird damit auf besondere Weise unterstützt. Da die Feuchtigkeit aus der Aloe Vera besser gespeichert wird, trägt eine Creme aus Aloe Vera und Hanf zu einer weichen und geschmeidigen Haut bei. Da das Öl außerdem Vitamin E enthält, besitzt es antioxidative Eigenschaften und kann einer vorzeitigen Hautalterung entgegenwirken.