CBD Öl für Katzen: was geht und was nicht?

Endlich werden die beeindruckenden Potenziale der Heilpflanze Hanf für Mensch und Tier erkannt. Zu Unrecht wurde Cannabis jahrzehntelang auf seine berauschende Wirkung reduziert, sodass andere Vorteile der Hanfpflanze aus dem Gesichtsfeld gerieten.

CBD Öl für Katzen

Der israelische Arzt und Forscher Raphael Mechoulam stieß in den 1980er-Jahren durch seine Entdeckung des Endocannabinois-Systems (ECS) eine Entwicklung an, die bis heute fortgesetzt wird. Immer mehr medizinische Studien werden ins Leben gerufen, um mehr über die Heilkraft der Hanfpflanze zu erfahren – mit ermutigenden Ergebnissen.

In diesem Ratgeber soll es nun darum gehen, wie auch Deutschlands beliebtestes Haustier, die Katze, von dem natürlichen Mittel profitiert. Übrigens: Wessen Zuneigung dem Hund statt der Katze gilt, kann aufatmen, denn CBD Öl ist auch für Hunde geeignet.

Die Aufgaben des ECS

Knapp 15 Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten, gehen eifrig auf Mäusejagd und machen es sich schnurrend auf dem Schoß ihrer Besitzer bequem. Dass auch sie auf das Cannabinoid ansprechen, liegt daran, dass sie als entwickelte Säugetiere wie der Mensch über das ECS verfügen, welches das größte Bionetzwerk im Organismus ist.

Das ECS ist an zahlreichen vitalen körperlichen und geistigen Prozessen beteiligt. Zu den Aufgaben des ECS gehören die Regulation von Körpertemperatur, Stoffwechsel und Schlafverhalten. Empfindungen wie Angst und Stress werden vom ECS moduliert, das durch die Bildung wesentlicher Botenstoffe ebenfalls einen Einfluss auf die Stimmung des Säugetiers hat.

Die weite Verzweigung mit dem Nervensystem bringt eine neuroprotektive Wirkung mit sich und die Interaktion mit dem Immunsystem löst antientzündliche Prozesse im Bedarfsfall aus. Im Gehirn schützt das ECS vor regenerativem Zerfall, während das Zusammenspiel von CBD mit den Vanilloid-Rezeptoren chronische Schmerzen lösen kann. Weitere positive Eigenschaften des CBD sind die krampflösende und antiemetische Wirkung.

Besonderheiten im Umgang mit Katzen

CBD ist ein beliebtes Mittel für Haustiere. Beim CBD Öl für Katzen sind allerdings einige Besonderheiten zu beachten. So verstoffwechseln Katzen das Extrakt der Heilpflanze schneller als zum Beispiel Menschen und Hunde, sodass sie eventuell mehr Dosen über den Tag verteilt benötigen, die in kleinere Häppchen aufgeteilt werden sollten. Ganz wichtig ist bei CBD Tropfen für Katzen, dass die Stubentiger manche Terpene nur unzureichend abbauen können. Als Folge litten Katzen schon unter Übelkeit und Verdauungsbeschwerden nach der Applikation.

Zu lösen ist das Problem durch den Kauf von CBD Öl ohne Terpene oder von Präparaten, die speziell für die Katze angeboten werden und die auf ihren Stoffwechsel zugeschnitten sind. Die bei Menschen so beliebten Vollspektrum-Produkte sind also nichts für Katzen. Viele Katzen haben zudem Schwierigkeiten beim Abbau von Laktose und vertragen aus diesem Grund keine Kuhmilch. CBD Tropfen für Katzen sind deshalb immer laktosefrei.

Anwendung und Dosierung

Katzen sind Karnivoren und für ihren Anspruch bei der Fütterung bekannt. Dem bitterherben Geschmack des pflanzlichen Öls können sie nur wenig abgewinnen und begeistert werden sie auch nicht sein, träufele man ihnen das Öl über die Pipette ins Maul. Experten empfehlen deshalb, das CBD Öl geschickt im Essen der Tiere zu verteilen, sodass die Katzen das Heilmittel während der Fütterung aufnehmen.

CBD Öl sollte für Tiere grundsätzlich niedrig dosiert sein. Beginnend mit einem Tropfen pro Tag kann die Dosis schrittweise auf viermal täglich erhöht werden. Mit einem Wirkeintritt ist in einer Woche bis zwei Wochen zu rechnen. Ob das Tier auf das CBD anspricht, hängt schließlich davon ab, ob innerhalb des Bionetzwerks ECS einige Schaltkreise aufgrund einer Mangelsituation nicht mehr richtig funktionierten.