Salbei, Salvia officinalis

Salbei
Anbau, Pflege, Ernte und Verwendung

Wissenschaftl. Name: Salvia L.
Pflanzennamen im Volksmund: Edelsalbei, Gartensalbei, Salbei, Echter Salbei
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Wuchshöhe: 30 bis 60 cm
Schwierigkeit Anbau & Pflege:
leicht
Verwendung: Gewürz, Küchenkraut, Heilpflanze

Salvia officinalis ist der Salbei, der aus dem mediterranen Raum stammt. Salbei ist nicht nur ein beliebtes Küchenkraut, sondern ebenfalls eine Heilpflanze bekannt, die schon in der Antike für verschiedene Beschwerden eingesetzt wurde. Die Kultivierung in Deutschland fand vor allem in den Klostergärten statt.

Salvia officinalis ist Teil der Familie der Lippenblütler und ferner verwandt mit den Nepetoideaen. Somit besteht eine Verwandtschaft zu Thymian, Lavendel und Bohnenkraut. Beim echten Salbei handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, die bis zu sechzig Zentimeter hoch werden kann. Er blüht von Mai bis Juli, wobei die Blütenfarbe variieren kann: von Weiß bis Violett und Zartrosa.

Bildnachweis: Salvia officinalis von H. Zell - unter CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

Salbei Arten / Sorten

Es gibt über neunhundert Salbeisorten und alleine im mediterranen und asiatischen Raum gibt es rund 250 Salbeiarten. Diese alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Deshalb gibt es an dieser Stelle eine kleine Auswahl der Sorten, die sich für den Kräutergarten anbieten:

  • Der echte Salbei ist winterfest und sehr aromatisch. Sein botanischer Name lautet Salvia officinalis und er kann eine Höhe von sechzig Zentimeter erreichen.
  • Salvia sclarea (Muskateller Salbei) ist mit einer Höhe von bis zu 150 Zentimeter sozusagen der große Bruder des echten Salbeis.
  • Salvia glutinosa (gelber Wald Salbei) verträgt Trockenheit und einen halbschattigen Standort Salvia lavandulifolia (spanischer Salbei) besitzt nicht das giftige Thujon. Er ist winterhart und weist einen milden Geschmack vor.
  • Salvia lavandulifolia (spanischer Salbei) besitzt nicht das giftige Thujon. Er ist winterhart und weist einen milden Geschmack vor.
  • Salvia officinalis tricolor ist ein dreifarbiger Salbei. Die Triebspitzen sind Rosa und die Blätter haben eine weiße Umrandung. Diese Sorte wieder etwa sechzig Zentimeter hoch, benötigt Sonne und einen Windschutz und im Winter eine Abdeckung.
  • Salvia officinalis purpurascens ist ein Salbei mit purpurnen Blättern. Die Farbe der Blätter dunkelt nach, wenn der Salbei längere Zeit Sonnenlicht erhält. Auch dieser Salbei wird bis zu sechzig Zentimeter hoch.
  • Salvia officinalis Nana ist ein Zwerg-Salbei, der eine maximale Höhe von 35 Zentimetern erreicht. Dieser winterfeste Salbei ist vor allem für die Topfkultur auf Balkon oder Terrasse geeignet.
  • Salvia rutilans wird Ananas-Salbei genannt, dessen Blüten Rot sind. Im Beet kann er bis zu 1,50 Meter hoch werden. Im Topf bleibt er aber kleiner.
  • Salvia elegans duftet nach Honigmelone, sodass er auch Honigmelonen-Salbei genannt wird. Er blüht im Herbst mit leuchtend roten Blüten und wird rund sechzig Zentimeter hoch.

Übrigens: Wer Schmetterlinge und Bienen in seinen Garten locken möchte, sollte Salvia nemorosa (Steppensalbei) pflanzen. Von dieser Art gibt es wiederum verschiedene Sorten. Ideal ist es, zusätzlich noch ein Insektenhotel im Garten aufzustellen.

Salbei / Inhaltsstoffe

Salbei enthält ätherische Öle (Campher, Lineol und Thujon), wobei die Stärke der Öle nach Sorte variiert. Im Wiesen-Salbei ist beispielsweise nur eine geringe Menge an ätherischen Ölen enthalten, sodass auch die Heilwirkung dieser Sorte eher gering ist.

Zudem sind folgende Stoffe im Salbei enthalten:

  • Gerbstoffe
  • Triterpene
  • Salvin
  • Flavonoide
  • Fumarsäure
  • Oleinsäure
  • Mineralstoffe, vor allem Magnesium und Eisen

Salbei - Pflanzen und Öl bestellen

In Supermärkten sind in der Regel Pflanzen zu bekommen, die schnell hochgezüchtet wurden. Diese halten meistens nicht lange und sind eher für den direkten Verzehr geeignet.

Beim Kauf von Salbeipflanzen sollte darauf geachtet werden, dass der Stamm schon etwas verholzt ist und die Blätter groß sind. Dies sind Zeichen für eine hochwertige Pflanze, die nicht überdüngt wurde. Gegen den Kauf spricht eine Pflanze von hellgrüner Farbe mit instabilen Zweigen und kleinen Blättern. Sind auf den Blättern kleine weiße oder helle Stellen zu sehen, ist die Pflanze sehr wahrscheinlich von Mehltau befallen.

Eine Alternative ist das Bestellen des Salbeis. Eine gute Auswahl an Salbei finden Sie hier bei Amazon:

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Salbei Anbau im Garten

Bei dem echten Salbei handelt es sich um einen mehrjährigen Halbstrauch, der bis zu sechzig Zentimeter hoch werden kann. Die aromatisch duftenden Blätter des Salbeis haben eine ovale, längliche Form mit behaarten Blattseiten. Von Mai bis Juli blüht der echte Salbei mit weißen, rosafarbenen oder violetten lippenförmigen Blüten.

Pflege des Salbeis

Standort

Salbei stammt aus warmen, mediterranen Regionen. Deshalb ist der ideale Standort warm und vollsonnig.

Substrat

Der Boden sollte humos, nährstoffreich und mäßig trocken sein. Da Salbei keine Staunässe verträgt, muss der Boden durchlässig sein. Das Kraut mag einen leicht kalkhaltigen und feinkrümligen Boden. Ideal wäre ein lockeres Substrat aus Sand und Lehm mit einem pH-Wert von etwa 7.

Gießen

Salbei kommt aus eher kargen Gegenden mit unregelmäßiger Bewässerung. Der Boden sollte trotzdem nicht komplett austrocknen. Um festzustellen, ob der Salbei wieder Wasser braucht, kann man den Finger bis zum ersten Fingergelenk in die Erde stecken. Ist noch Feuchtigkeit zu spüren, muss noch nicht gegossen werden.

Düngen

Auch beim Düngen ist Salbei eher anspruchslos. Es muss nur im Frühling gedüngt werden. Im Beet mischt man ein Gemisch aus Kompost und Sand unter die Erde.

Überwintern

Salbei sollte man mit Laub oder Reisig abdecken, bevor der erste Schnee fällt.

Salbei vermehren

Aussaat

Salbeisamen ist sehr robust. Deshalb ist die Aussaat sowohl im Beet als auch im Topf möglich. Mit der Aussaat im Freiland kann im Mai begonnen werden. An einem sonnigen, warmen Platz wird der Boden tiefgründig geharkt und von Unkraut befreit.

Die Samen werden mit einem Abstand von etwa 35 Zentimeter und einer Saattiefe von einem Zentimeter gesät. Der Reihenabstand sollte fünfzig Zentimeter betragen.

Nun beregnet man das Beet leicht und deckt es mit einem Vlies ab, damit die Samen vor Vögeln und vor Kälte geschützt sind. Die Saat muss regelmäßig gegossen (feucht gehalten)werden und das Beet regelmäßig gejätet werden. Die ersten Keimlinge zeigen sich nach rund vierzehn Tagen.

Möchte man Salbei auf der Fensterbank vorziehen, fängt man mit der Aussaat Ende März an. Dazu wird der Topf mit Saaterde oder mit einem Torf-Sand-Gemisch gefüllt und ein bis zwei Samen pro Topf in die Erde gedrückt. Die Erde wird leicht angefeuchtet und der Topf mit einer transparenten Folie oder einer Glasscheibe abgedeckt.

Der Topf sollte einen warmen und halbschattigen Platz auf der Fensterbank bekommen. Die Erde sollte leicht feucht gehalten werden. Die ersten Blättchen zeigen sich nach einer Woche bis drei Wochen. Jetzt wird die Abdeckung entfernt. Ab Mitte Mai können die Jungpflanzen ins Freiland gepflanzt werden.

Stecklinge

Möchte man Salbei über Stecklinge vermehren, wird ein starker Trieb von der Mutterpflanze abgeschnitten. Nun steckt man den Trieb in eine Kräutererde, die möglichst reichhaltig an Kalk ist.

Salbei im Topf / Kübel

Wird Salbei im Topf auf dem Balkon oder auf der Terrasse gepflegt, sollte er den Winter im Haus verbringen. Dort stellt man den Topf in den Wintergarten oder ins Treppenhaus.

Standort

Der Topf sollte an einen sonnigen und warmen Platz gestellt werden.

Substrat

Das Substrat sollte durchlässig und humos sein. Empfehlenswert für den Salbei im Topf ist eine kalkhaltige Kräutererde, die mit etwas Sand und Kompost angereichert wird. Ebenso kann lehmhaltige Gartenerde mit Lavagranulat, Sand und Kompost gemischt werden.

Gießen

Auch hier gilt: Der Salbei verträgt weder Staunässe noch eine ausgetrocknete Erde. Mit dem Fingertest (Finger bis zum ersten Gelenk in die Erde stecken) kann geprüft werden, ob gegossen werden muss: Ist die Erde noch feucht, sollte mit dem Gießen noch gewartet werden.

Düngen

Salbei sollte nur selten gedüngt werden. Gedüngt wird zum Frühlingsanfang mit einem organischen Dünger.

Probleme / Schädlinge / Krankheiten

Salbei wird manchmal von Spinnmilben oder Mehltau befallen. Bei Mehltau können die befallenen Pflanzenteile mit einer Mischung von Milch und Wasser besprüht (90ml Wasser und 10ml Milch) werden. Ist das Kraut großflächig befallen, wird die Pflanze gekürzt oder entsorgt. Bei Spinnmilben ist die Behandlung mit Kieselgur empfehlenswert.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Der richtige Schnitt von Salbei

Die Pflanze verholzt im unteren Bereich, während sie im oberen Bereich krautig gedeiht. Der krautige Zuwachs eines Jahres bleibt bestehen, wenn der Winter milde war. Ist der Winter aber hart, stirbt er ab. Im Frühling treibt der Salbei aus dem verholzten Teil wieder aus.

Der Schnitt muss also wohl überlegt sein, denn ein zu tiefes Beschneiden würde dazu führen, dass es keine frischen Neutriebe gibt. Würde man aber zu wenig schneiden, wächst das Kraut schnell in die Höhe und würde zu sehr verholzen.

Beschneiden ist nicht notwendig, wenn der Salbei regelmäßig geerntet wird. Ansonsten werden die Triebspitzen bei jungen Pflanzen wiederholt pinziert (abgeknipst), sodass einer Verholzung entgegengewirkt und eine krautige Verzweigung gefördert wird.

Bei älteren Pflanzen werden komplette Zweige zurückgeschnitten. In den verholzten Bereich sollte aber nicht geschnitten werden.

Salbei verträgt einen Radikalschnitt nicht so gut. Man sollte die Pflanze besser regelmäßig beschneiden. Die Jungpflanzen werden also regelmäßig ab Mitte Mai pinziert und ab Anfang Juni schneidet man laufend die krautigen Austriebe zurück. Die Blütenstände werden im Juni und Juli entweder teilweise oder komplett gekappt (wenn man nicht möchte, dass sich Salbei mittels Aussamung unkontrolliert vermehrt). Der letzte Schnitt findet dann Mitte August statt, wobei auch verwelkte Blütenstände herausgeschnitten werden.

Ab dem zweiten Jahr sollte Salbei nach dem Winter zurückgeschnitten werden. Ist der Winter vorbei, zeigt sich erfrorenes oder verwelktes Laub an der Pflanze. Damit der frische Austrieb gefördert werden kann, schneidet man dieses Laub heraus und die erfrorenen Triebspitzen zurück. Zudem werden zwei bis drei ältere Zweige bis an die Basis gekappt.

Ernte des Salbeis

Salbei kann und sollte regelmäßig von Ende Mai bis Mitte August geerntet werden. Danach wird nicht mehr geerntet, damit der Salbei genügend Zweige zum Schutz vor Kälte besitzt.

Salbei verholzt im unteren Bereich, während der obere Bereich krautig wächst. Geerntet wird vom oberen, krautigen Teil der Pflanze. Der Verholzungsgrad wird somit durch eine fortlaufende und regelmäßige Ernte verringert. Zudem sorgt man gleichzeitig für eine Verzweigung der krautigen Triebspitzen.

Zum Ernten schneidet man die krautigen Triebspitzen ab. Salbei kann sehr gut eingefroren oder getrocknet werden, sodass man das Kraut nicht bei jeder Ernte frisch verwenden muss.

Konservieren des Salbeis

Salbei lässt sich gut durch Einfrieren oder Trocknen konservieren, sodass man stets einen Vorrat des Krauts zur Verfügung hat. Um ein möglichst gutes Aroma zu erhalten, sollte Salbei kurz vor der Blütezeit geerntet und konserviert werden.

Salbei trocknen

Man schneidet entweder Triebspitzen oder komplette Zweige ab. Salbei sollte man nicht waschen, sondern lediglich schütteln, damit Erdkrümel und Staub abfallen. Hat man ganze Zweige abgeschnitten, werden diese gebündelt und kopfüber an einen trockenen, dunklen und luftigen Platz aufgehängt. Möchte man einzelne Blätter trocknen, werden diese auf Zeitungspapier gelegt. Das Trocknen an der Luft dauert zwischen acht und vierzehn Tage. Der Salbei ist ganz trocken, wenn er bei Berührung zerbröselt. Dann füllt man das Kraut in einen verschließbaren Behälter.

Wer nicht so lange warten möchte, kann Salbei auch im Backofen trocknen. Dazu werden die Blätter auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt und bei vierzig Grad getrocknet. Die Backofentüre bleibt ein Stück offen stehen. Dazu kann ein Holzlöffel in die Türe geklemmt werden. Die Blätter werden jede halbe Stunde gedreht. Der Trockenprozess dauert zwischen sechs und acht Stunden. Bevor die trockenen Blätter in einen Behälter gefüllt werden, sollten sie im ausgeschalteten Backofen auskühlen können.

Bequemer als das Trocknen im Backofen ist das Trocknen im Dörrautomat. Hier können Blätter oder auch Triebe auf die einzelnen Siebe gelegt werden.

Salbei einfrieren

Einzelne Salbeiblätter lassen sich wie folgend einfrieren:

  • Man breitet auf der Arbeitsfläche ein Stück Klarsichtfolie aus
  • Darauf legt man die frischen Salbeiblätter
  • Nun rollt man die Folie mit den Blättern zusammen
  • Die Rolle wird in das Gefrierfach gelegt

Möchte man nun Salbei verwenden, rollte man die Folie auf, entnimmt die Menge, die verwendet werden soll und rollte die Folie wieder zusammen. Tipp: Wenn man die Blätter vor dem Einfrieren mit etwas Olivenöl bestreicht, sind sie bei der Entnahme geschmeidiger.

Salbei lässt sich auch sehr gut küchenfertig einfrieren. Dazu wird der frische Salbei kleingehackt und in die Fächer eines Eiswürfelbehälters gefüllt. Die Fächer sollten zu zwei Dritteln mit den kleingehackten Kräutern befüllt sein; der Rest wird mit einem Öl aufgefüllt. Die gefrorenen Salbeiwürfel werden in eine größere Gefrierdose umgefüllt. Diese Salbeiwürfel sind ungefähr vier Wochen haltbar. Soll damit Fleisch zubereitet werden, taut man den Würfel auf kleiner Flamme in der Pfanne auf und gibt dann das Fleisch hinzu.

Salbei einlegen

Salbei eignet sich für das Einlegen in Öl oder Essig. Dazu wird das Kraut zunächst getrocknet. Der getrocknete Salbei wird in eine Flasche gegeben, die dann mit Öl oder Essig aufgefüllt wird.

Bei Salbei als mediterranes Kraut bietet sich Olivenöl zum Konservieren an. Ansonsten lässt sich auch mit einem geschmacksneutralen Öl konservieren, beispielsweise mit Sonnenblumen- oder Rapsöl.

Beim Einlegen in Essig empfiehlt sich Wein- oder Apfelessig.

Der Essig wird nach zwei Wochen und das Öl nach vier Wochen abgeseiht.

Salbei Verwendung in der Küche

Essbar sind beim Salbei sowohl die Blätter als auch die Blüten. Das volle Aroma wird kurz vor der Blütezeit entfaltet, wobei das Aroma nach der Blüte nachlässt. Der Geschmack ist je nach Sorte unterschiedlich. Der echte Salbei schmeckt würzig und etwas bitter. Der peruanische Salbei schmeckt nach Eukalyptus. Daneben gibt es exotische Sorten wie den Ananassalbei, den Honigmelonensalbei oder den Pfirsichsalbei.

Salbei schmeckt gut zu Salaten, Fischgerichten, Schwein- und Hühnerfleisch sowie als Würze für Käsesaucen. Auch lässt sich gut eine Salbeibutter herstellen, die zu Gnocchi oder Nudeln schmeckt: Butter in der Pfanne schmelzen und frische Salbeiblätter in diesem Fett kross werden lassen. Die flüssige Butter wird über Gnocchi oder Nudeln gegeben.

Der Geschmack soll intensiver sein, wenn Salbei im Gericht auf kleiner Flamme mitköcheln kann.

Salbei Tee

Bereits im Mittelalter galt Salbei-Tee als Heilmittel bei Magen- und Darmproblemen sowie bei Entzündungen im Rachen oder Mund. Zudem wirkt Salbei schweißhemmend.

Bei Magen- und Darmbeschwerden sollten zwei Tassen täglich getrunken werden. Dabei werden getrocknete oder frische Blätter mit kochendem Wasser übergossen. Man lässt den Tee etwas fünf Minuten ziehen und seiht ihn anschließend ab.

Bei Zahnfleischentzündungen oder Entzündungen im Mund- oder Rachenraum lässt man den Tee rund zehn Minuten ziehen, bevor er abgeseiht wird. Mit dem Tee wird dann mindestens zwei Mal täglich gegurgelt.

Bei übermäßigem Schwitzen wird von dem Tee eine Tasse am Abend getrunken, wobei der Tee kalt sein sollte.

Salbei Verwendung als Heilkraut

Salbei wird vor allem in Form eines Tees bei folgenden Beschwerden angewendet:

  • Verdauungsprobleme
  • Entzündungen im Rachenraum
  • Entzündungen im Mund
  • Keuchhusten
  • Bronchitis
  • Erkältung
  • Zahnfleischentzündung
  • Übermäßiges Schwitzen
  • leichte Depression
  • Rheuma

Aber Achtung: In Salbei sind östrogenartige Verbindungen enthalten. Dies kann sich bei Schwangeren negativ auswirken, da Wehen vorzeitig ausgelöst werden können. Zudem kann der Milchfluss bei stillenden Frauen unterbunden werden. Deshalb sollten stillende und schwangere Frauen auf Salbei verzichten oder nur ganz geringe Mengen zum Würzen verwenden!

Mit einem starken Salbeitee kann gegen schnell fettendes Haar vorgegangen werden. Dazu lässt man den Tee vier Stunden ziehen und verdünnt 300ml Tee mit 500ml Wasser. Diese Wasser-Tee-Mischung wird über die frisch gewaschenen Haare gegossen. Dabei fängt man diese Mischung auf und wiederholt den Vorgang.

Der Salbei-Tee wird auch äußerlich angewendet, beispielsweise bei Ekzemen, zur Heilung von Wunden oder bei Insektenstichen.

Einige Studien haben die Wirkung von Salbei bei Angststörungen und Muskelkrämpfen belegt.

Hinweis: Salbei kann bei Überdosierung toxisch wirken. Zum Beispiel können epileptische Anfälle, Halluzinationen und Schwindel durch die im Salbei enthaltenen Thujone verursacht werden. Cineol kann sich schädigend auf die Atemwege und das zentrale Nervensystem auswirken und die enthaltenen Bitterstoffe können zu Erbrechen und Übelkeit führen.

Deshalb sollte Salbei-Tee immer nur kurze Zeit als Kur getrunken werden. Als toxisch gilt Salbei in einer Menge ab sechs Blättern täglich.

Lesen Sie hier: Salbei als Heilpflanze

Rezepte mit Salbei als Heilpflanze finden Sie hier:

Achselschweiß, Asthenie, Asthma, Bäder, Desinfektion, Diabetes, Fußpflege, Gesichtsfarbe, Gichttherapie, glänzende Haare, Hitzewallungen, Insektenstich, Lungenblähung, Schweißfüße, Schwitzen, Stillen, Transpiration, Verstauchung, Wechseljahre, Zahnfleisch