Hirschzungenfarn - Kulturanleitung & Pflege

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Hirschzungenfarn

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Pflanzenlexikon H - Hirschzungenfarn

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Hirschzungenfarn

In Wohnungskultur findet man aus dieser Gattung von Farnen nur den Phyllitis scolopendrium, den Hirschzungenfarn. Die Farnwedel wachsen aus einem aufrecht wachsenden, reichlich verzweigten Rhizom, das in der Regel zur Hälfte aus der Erde hervortritt. Das Rhizom ist hellbraun gefärbt und schuppig. Je nach Kulturbedingungen und Alter der Hirschzungenfarne können die Stiele 2 bis 30 cm lang sein. Ihre Farbe verläuft von Schwarz an der Basis der Stiele bis zu Grün am Übergang des Stiels in die Mittelrippe des Farnblattes. Die spitz zulaufenden, zungenförmigen an der Basis gelappten, glänzend hellgrünen Blätter können in der freien Natur 60 cm lang und 15 cm breit werden, erreichen aber in der Wohnungskultur meist nur die halbe Große. Die Wedel des Hirschzungenfarn wachsen zunächst aufrecht und biegen sich nach unten, wenn sie länger werden. Die Ränder der Farnblätter sind gekräuselt oder gewellt.

Phyllitis scolopendrium "Capitatum" sind die Wedel in dunklerem grün gefärbt, am Rande gewellt und haben an der Spitze eine rispige Kammbildung.

Unter idealen Bedingungen wachst Phyllitis scolopendrium ganzjährig ohne eine Ruhperiode einzulegen. Aufgrund der schwächeren Lichtverhältnisse ist das Wachstum während des Winters aber verlangsamt.

Kulturanleitung Hirschzungenfarn

Licht: Am besten kultiviert man diese Farne bei mittleren Lichtverhältnissen. Direkte Sonnenbestrahlung wird von den Farnen nicht vertragen; sie verbrennt die Wedel der Hirschzungenfarne.

Gießen: Bei normalen Temperaturen wässert man die Farne reichlich und so oft, dass die Pflanz immer gleichmäßig feucht ist.

Falls die Temperatur einige Tage unter 14 °C sinkt schränkt man das Wässern etwas ein. Zwischen den Wassergaben lässt man die Erde nun etwas eintrocknen.

Bei Temperaturen über 18 °C sollte man für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit sorgen. Hierfür kann man den Farn täglich mit weichem, kalkfreiem Wasser einnebeln und das Pflanzgefäß in einen mit Steinen und Wasser gefüllten Untersetzter stellen.

Hinweis: Die Hirschzungenfarne vertragen kein hartes, kalkhaltiges Wasser. Nach Möglichkeit sollte man die Pflanzen mit Regenwasser gießen.

Temperatur: Ein Hirschzungenfarn gedeiht gut bei normalen Wohnungstemperaturen und verträgt durchaus auch kühlere Temperaturen bis etwa 10 °C. In trockenen und warmen Räumen fühlen sich die Farne auf Dauer nicht wohl. Ein zu warmer Standort kann schnell zu einem Befall mit Thripsen führen.

Vermehrung: Alte Farne werden im zeitigen Frühjahr zur Vermehrung verwendet. Man trennt etwa 7 cm lange Seitentriebe vom Hauptrhizom ab. Jedes abgetrennte Teilstück muss bereits einige Blätter besitzen. Die Teilstücke werden dann einzeln in die für diese Farne empfohlene Erdmischung gepflanzt. Dann stellt man die Pflanzgefäße bei normaler Wohnungstemperatur an einen hellen, nicht sonnigen Platz und hält die Erde bis zum Neuaustrieb gleichmäßig, aber nur mäßig feucht. Nach den ersten neuaustrieben wird die Jungpflanze wie ein ausgewachsener Farn weiterkultiviert. > Vermehrung durch Teilung

Wer genügend Geduld besitzt, kann diese Farne auch zu jeder Jahreszeit aus den meist reichlich vorhandenen Sporen heranziehen. 

Erdmischung: Man verwendet für die Kultivierung dieser Farne eine Erde auf Torfbasis oder ein Gemisch aus gleichen Teilen Kompost- und Lauberde.

Umtopfen: Umgetopft werden die Hirschzungenfarne nur, wenn der Topfballen gut durchwurzelt ist. Beim Umtopfen setzt man die Rhizome stets senkrecht ein, und zwar so, dass sie sich zur Hälfte in der Erde befinden und zur Hälfte herausragen.

Dünger: Alle 14 Tage bis 3 Wochen sollte der Hirschzungenfarn mäßig gedüngt werden. Während der wachstumsschwächeren Wintertage reicht es aus, den Farn einmal pro Monat schwach zu düngen.

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