Nanaminze, Anbau, Pflege, Ernte & Verwendung

Der Begriff Nanaminze umfasst drei verschiedene Minzen, wobei hier die Marokkanische Minze beschrieben wird. Mit Nana wird das arabische Wort Arab ausgesprochen, welches Minze bedeutet.

Nanaminze

Mentha spicata ’var.’ crispa, Nanaminze

Foto: H. Zell, CC BY-SA 3.0

Systematik

Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Gattung: Minzen (Mentha)
Art: Nanaminze
Wissenschaftl. Name: Mentha spicata ‚Marokko‘
Verwendung: Gewürz, Küchenkraut
Schwierigkeit Anbau & Pflege: leicht

In Algerien und Marokko wird die Nanaminze zur Teezubereitung verwendet. Die Marokkanische Minze ist eine krause Minze, die bis zu sechzig Zentimeter hoch wird. Sie blüht von Juli bis September mit Blüten in einem blassen Lila.

In der Nanaminze ist kaum Menthol enthalten. Sie schmeckt nach Spearmint und das Aroma besitzt eine leicht rauchige Note.

Nanaminze Arten / Sorten

Als Nanaminze werden drei Sorten bezeichnet:

  • Die Marokkanische Minze mit dem botanischen Namen Mentha spicata ‚Marokko‘
  • Die aus Vorderasien stammende Nana-Minze mit der botanischen Bezeichnung Mentha spicata var. crispa ‚Nane‘
  • Der Pfefferminz-Hybride namens Mentha x pipertia var. piperata Nana

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Nanaminze Anbau im Garten

Beim Anbau der Nanaminze sollte auf den Pflanzabstand geachtet werden, der zwischen zwanzig und vierzig Zentimeter beträgt. Wie alle Minzen neigt auch die Marokkanische Minze zum Wuchern. Deshalb ist eine Wurzelsperre empfehlenswert. Wird die Nanaminze neu angepflanzt, sollte dies im Frühsommer geschehen.

Standort

Die Marokkanische Minze benötigt einen sonnigen und warmen Standort. Die Nanaminze würde auch einen halbschattigen Platz akzeptieren. Dann wird die Pflanze aber nicht so kräftig und verfügt über ein weniger intensives Aroma.

Substrat

Nanaminze braucht einen lockeren und leicht feuchten Boden. Ideal wäre humose Erde, in der sich Lehm und Sand befindet.

Gießen

Der Boden sollte leicht feucht gehalten werden. Es darf aber keine Staunässe entstehen.

Düngen

Ist der Boden nährstoffreich, bekommt die Nanaminze keinen Dünger. Bei einem Boden mit wenigen Nährstoffen versorgt man die Marokkanische Minze mit Hornspänen, Brennesseljauche oder einem anderen organischen Dünger.

Überwintern

Die Marokkanische Minze ist winterfest, sollte aber im Beet dennoch mit Mulch, Tannenreisig oder Laub abgedeckt werden. Im Winter wird die Pflanze lediglich an frostfreien Tagen gegossen.

Nanaminze vermehren

Mentha spicata var. viridis

Die Marokkanische Minze lässt sich mit Ausläufern, Stecklingen und Teilung vermehren. Sie entwickelt als Hybride keine keimfähigen Samen.

Ausläufer

Man schneidet oberirdische Ausläufer ab, die bereits kleine Wurzeln gebildet haben. Diese Ausläufer werden genauso wie Stecklinge behandelt.

Stecklinge

Im Frühsommer werden etwa zehn Zentimeter lange Triebspitzen abgeschnitten. Vom unteren Bereich der Triebe entfernt man die Blätter. Nun mischt man Anzuchterde mit Sand und feuchtet das Substrat an. Die Stecklinge werden in die Erde gesteckt, die nun stets leicht feucht gehalten wird.

Teilen der Pflanze

Die Mutterpflanze wird ausgegraben und von dem Rhizom werden kleine Stücke abgeschnitten. Diese Wurzelschnittlinge können an einem anderen Standort wieder eingepflanzt werden. Die Erde wird leicht feucht gehalten und nach einigen Wochen zeigen sich neue Triebe.

Nanaminze im Topf / Kübel

Für die Kultivierung im Topf sollte ein breites Gefäß gewählt werden, damit die Wurzeln genügend Platz zum Ausbreiten haben. Um Staunässe zu vermeiden, sollten Tonscherben oder Kies auf den Topfboden gelegt werden, bevor die Erde eingefüllt wird.

Soll die Nanaminze im Winter draußen bleiben, wird der Topf mit einer Polsterfolie umwickelt und auf Styropor oder Holz gestellt. Gegossen wird lediglich an frostfreien Tagen und dann auch nur mäßig.

Alle zwei bis drei Jahre sollte die Marokkanische Minze in neue Erde gepflanzt werden.

Probleme / Schädlinge / Krankheiten

Die Nanaminze ist recht robust und es kommt eher selten zum Schädlings- oder Krankheitsbefall. Probleme treten manchmal mit Blattläusen, Spinnmilben, Mehltau oder Minzerost auf.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Der richtige Schnitt von Nanaminze

Mentha spicata var. crispa

Wenn die Marokkanische Minze nicht geschnitten wird, wuchert sie und viele Blätter bekommen nicht mehr genug Sonnenlicht. Dadurch leidet das Aroma. Die Nanaminze sollte im Frühling bodennah zurückgeschnitten werden. Dadurch treibt die Pflanze üppig aus. Im Herbst erhält die Marokkanische Minze noch einmal einen Rückschnitt.

Bei jungen Pflanzen lässt sich ein kompakter Wuchs fördern, wenn man zwischendurch die Triebspitzen kürzt.

Ernte der Nanaminze

Die Marokkanische Minze kann ganzjährig bei Bedarf geerntet werden. Möchte man sich einen Vorrat an Nanaminze zulegen und diese trocknen, sollte vor der Blütezeit geerntet werden, denn nach der Blüte ist das Aroma weniger intensiv.

Konservieren der Nanaminze

In Marokko wird stets frische Nanaminze verwendet. Wird die Minze getrocknet, verliert sie an Aroma. Wer sie dennoch trocknen möchte, bündelt ein paar Triebe und hängt sie kopfüber an einen trockenen, warmen und luftigen Ort auf. Die getrockneten Blätter werden in einem verschließbaren Gefäß aufbewahrt.

Nanaminze Verwendung in der Küche

Die Marokkanische Minze wird hauptsächlich zur Teezubereitung verwendet. Mit ihr lassen sich aber auch frische Salate verfeinern. Zudem wird sie für Cocktails genutzt.

Nanaminze Tee

Marokkanischer Minztee wird aus grünem Tee und Nanaminze zubereitet. Für einen Liter Tee werden ungefähr vier frische Zweige Nanaminze benötigt. Nun spült man die Zweige kurz mit heißem Wasser ab und zupft die Blätter ab. Stengel und Blätter werden später benötigt.

Nun werden drei Esslöffel grüner Tee (in loser Form) in die Kanne gefüllt und mit heißem Wasser übergossen. Nach einer Minute wird der Tee abgeseiht, wobei der lose grüne Tee wieder in die Kanne gefüllt werden kann. Dieses Abgießen verhindert einen bitteren Geschmack. Zum grünen Tee kommen nun die Stängel der Minze und Zucker. Dies wird erneut mit heißem Wasser übergossen.

Nach rund fünf Minuten Ziehzeit wird der Tee umgerührt und auf Gläser verteilt, wobei der Tee durch ein Sieb geschüttet wird. In die Gläser werden dann ein paar Minzblätter gelegt.

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