Orchideenkultur: Orchideen richtig wässern, Luftfeuchtigkeit

 
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Grundlagen für Orchideen


Orchideen und die Luftfeuchtigkeit

Orchideen automatisch bewaessern Etwa 15 Minuten lang täglich vernebelt die automatische Bewässerung diese Orchideen
© Foto: Wolfgang H. Chiangmai Thailand

Orchideen lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Pflanzgefäße der Orchideen können auf mit Wasser und Kieselsteinen gefüllte Schalen gestellt werden. Auch ein kleiner Wasserverdunster, in der Nähe der Orchideen aufgestellt, kann helfen die Ansprüche unserer Pflanzen zu erfüllen. Bei Temperaturen unter 21 °C sprüht man die Orchideen einmal, bei höheren Temperaturen auch mehrmals täglich ein.

Gießen der Orchideen
Orchideen werden auch während der Wachstumszeit recht mäßig gegossen. Zwischen den einzelnen Wassergaben sollte die Erde oder das Substrat fast vollkommen abtrocknen, jedoch nicht austrocknen. Ein Gießen alle 7 bis 10 Tage ist meist ausreichend, eine Verallgemeinerung jedoch nicht möglich, da zu viele Faktoren eine Rolle für den Wasserbedarf einer Pflanze verantwortlich sind. Kultiviert man seine Orchideen auf faserigen Pflanzenunterlagen, so kann ein häufigeres Gießen notwendig sein. Das Fasermaterial sollte sich vor der nächsten Wassergabe jedoch trocken anfühlen. Auf sehr wasserdurchlässigen kultivierte Orchideen müssen in der Regel öfter gegossen werden, je nach Klima und Temperatur kann sogar tägliches Gießen notwendig sein.

Besonders für Anfänger stellt sich die Frage: Wie gieße ich richtig und woran erkenne ich, ob ich der Orchidee zu viel oder zu wenig Wasser gebe?

Wann gieße ich meine Orchidee?
Generell wird einer Orchidee immer nur nach Bedarf Wasser gegeben. Es gibt keine festen zeitlichen Abstand, die Notwendigkeit des Gießens ist von zahlreichen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Um den richtigen Zeitpunkt zu ermitteln muss man immer nach Abtrocknungsgrad des Orchideensubstrats schauen. Ist das Substrat nach einige Tagen noch nicht abgetrocknet, so wartet man besser noch einige Tage bis zum nächsten Wässern.

Eine sehr gute Methode zum feststellen ob gegossen werden muss oder nicht ist das Überprüfen des Gewichtes des Topfes. Mit ein wenig Übung und Erfahrung funktioniert diese Methode sehr gut.

So gieße ich meine Orchidee richtig
Wenn man seine Orchidee dann endlich wässert, so sollte man reichlich gießen. Das Wasser muss aus dem Abzugloch wieder herauslaufen und das Substrat sollte nach dem Gießen vollkommen durchfeuchtet sein.  Falls Sie die Orchidee mit einem Übertopf kultivieren, müssen Sie das überschüssige Gießwasser nach dem Wässern ausleeren. Die Orchidee darf mit ihren Wurzeln nicht im Wasser stehen, ansonsten kommt es schnell zur Fäulnis und die Orchidee stirbt - die Pflanze wurde totgegossen, wahrscheinlich einer der häufigsten Pflegefehler.

Die Wasserqualität
Das beste Gießwasser für die Orchideen ist sauberes Regenwasser. Dies bekommen sie auch in der Natur und darauf ist die Orchidee biologisch eingestellt. Wer keine Möglichkeit hat Regenwasser in sauberer Qualität zu sammeln, kann Leitungswasser mit einem Wasserfilter enthärten. Diese Filter werden meist zur Enthärtung von Leitungswasser für Tee angeboten, sie sind mittlerweile überall erhältlich.

Niemals kaltes Gießwasser verwenden
Nicht ganz so empfindliche Orchideenarten, besonders robustere Hybriden, kann man auch mit abgestandenem Leitungswasser gießen. Das Gießwasser sollte immer Zimmerwarm sein, zu kaltes Wasser schadet den Pflanzen.

Vorsicht beim Gießen der Orchideen
Einer der Fehler bei der Haltung von Orchideen ist das zu häufige und zu reichliche Gießen der Pflanzen. Überschüssiges Wasser muss nach dem Gießen aus dem Übertopf entfernt werden. Gießt man zu häufig und lässt man das Substrat vor dem Wässern nicht genügend abtrocknen, so entsteht Wurzelfäule. Einige Orchideen benötigen eine Ruhepause im Herbst oder Winter. In den tropischen und subtropischen Gebieten, der Heimat zahlreicher von Hobbygärtner kultivierter Orchideen, fällt die Ruhezeit mit einer Trockenzeit zusammen. Aus diesem Grund hält man während der meist kurzen, wenige Wochen dauernden Ruhezeit das Substrat nur leicht feucht, jedoch nicht vollkommen trocken.

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