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SpindelstrauchDer Gattung Euonymus / Spindelstrauch sind zahlreiche Arten buschig wachsender Sträucher mit kräftig verholzten und verzweigten Trieben zugehörig. In Wohnungskultur ist jedoch eigentlich nur der Euonymus japonicus verbreitet. Die Kultivierung des Spindelstrauches ist nicht ganz einfach, die Pflanzen benötigen helle Standorte und gleichzeitig relativ niedrige Temperaturen. Mit der Bildung von Blüten sollte man bei einem in Wohnungen kultivierten Spindelstrauch nicht rechnen.
Euonymus japonicus "Albomarginatus" wächst als junge Pflanze mit grünen Zweigen, die gelbe und cremefarbene Flecken aufweisen. Bei älteren Trieben verschwindet diese Zeichnung, die Äste sind dann einfarbig braun. Die leicht lederigen Blätter des Spindelstrauches sind dunkelgrün gefärbt und haben einen weißen Rand.
Euonymus japonicus "Aureovariegatus" unterscheidet sich nur durch den gelben Saum an den dunkelgrün gefärbten Blättern.
Euonymus japonicus "Mediopictus" hat einen auffällig großen, gelben leuchtenden Fleck in seiner Blattmitte.
Euonymus japonicus "Microphyllus Variegatus" unterscheidet sich durch ihre dünnen, dunkelgrün gefärbten Triebe. Dieser Spindelstrauch ist der kleinste von den genannten Sorten, er wird selten höher als 50 cm. Die dunkelgrün gefärbten Blätter sind am Rand weiß gesäumt.
Kulturanleitung Spindelstrauch
Licht: Der Spindelstrauch benötigt während der Hauptwachstumszeit keine direkte Sonnenbestrahlung. Dennoch sollte der Standort möglichst hell gewählt werden. Während der winterlichen Ruheperiode benötigt diese Pflanze aber täglich mindestens 3 bis 4 Stunden direktes Sonnenlicht bei recht kühlen Temperaturen.
Gießen: Spindelsträucher werden während der Wachstumsphase mäßig gegossen, die Erde wird nur etwas angefeuchtet. Vor der jeweils nächsten Wassergabe lässt man die Erde dann antrocknen. Während der Ruhezeit wird die Wassergabe fast gänzlich eingestellt. Man achte nur darauf, die Erde nicht vollständig vertrocknen zu lassen.
Temperatur: Vom Frühling bis zum Herbst sollten die Temperaturen für den Euonymus zwischen 14 und 16 °C liegen. Als Obergrenze gilt eine Temperatur von maximal 18 °C. In der winterlichen Ruheperiode sind Temperaturen zwischen 9 und 13 °C am besten geeignet.
Vermehrung: Im frühen Sommer kann man den Spindelstrauch durch 7 bis 10 cm langen Kopfstecklinge vermehren. Man schneidet einen Steckling direkt unterhalb eines Blattknotens von einem jungen Trieb ab und entfernt dann die unteren Blätter. Der Steckling sollte nun noch mindestens 3 bis 4 Blattpaare besitzen. Den so vorbereiteten Steckling taucht man mit der Schnittfläche in ein Bewurzelungshormon und setzt ihn in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand. Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel oder man stellt es in einen Vermehrungskasten an einen nicht sonnigen aber hellen Platz. Das Substrat wird bis zur Bewurzelung, die sich durch den ersten neuen Austrieb zeigt, nur schwach gegossen, die Anzuchterde sollte nur leicht feucht sein. Nach der Bewurzelung der Stecklinge setzt man 3 oder 4 junge Pflanzen gemeinsam in einen Topf mit Komposterde und kultiviert sie wie ältere Pflanzen.
Erdmischung: Man kultiviert den Euonymus in einer Erde auf nährstoffreicher Kompostbasis.
Umtopfen: Bei Bedarf wird der Spindelstrauch im Frühjahr in ein größeres Pflanzgefäß umgetopft.
Dünger: Euonymus werden während des Wachstums alle zwei Wochen mit Flüssigdünger in mäßiger Konzentration gedüngt. Während der Ruheperiode stellt man das Düngen ein.
Hinweise: Der Spindelstrauch neigt zum Befall von Mehltau. Die Pflanzen zeigen dann weißen, mehligen Überzug. Zur Bekämpfung benötigt man ein im Handel erhältliches Fungizid. Hier geht es weiter im Pflanzenlexikon:Springkraut |