Gartenlexikon A bis Z

Bohne

Bohnen (Phaseolus vulgaris) zählen zu dem Fruchtgemüse.

Grüne Bohnen ernten

Buschbohnen und Stangenbohnen werden geerntet, solange sie noch junge und zarte Früchte haben. Man erntet die grünen Bohnen möglichst oft hintereinander. Dadurch werden die Pflanzen zur Nachbildung von Blüten angeregt, und man erreicht pro Jahr noch eine 2. Ernteperiode. Die Nachbildung von Blüten wird als Remontieren bezeichnet.

Bohnen für die Aussaat oder als Hülsenfrüchte ernten

Bohne

Wenn die Früchte durch das Heranwachsen der Samen dick werden, sind sie nicht mehr als grüne Bohnen geeignet. Man kann die Bohnen jedoch auch ausreifen lassen. Die Bohnen werden dann als Samen für das nachfolgende Jahr geerntet oder als getrocknete Hülsenfrüchte in der Küche verwendet werden. Grüne Bohnen dürfen nicht roh verzehrt werden, da sie giftig sind. Beim Kochen wird das Gift jedoch zerstört und die Bohnen werden bekömmlich. Bohnen gehören zu den Dunkelkeimern. Die ausgesäten Bohnensamen werden mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt.

Gartenbohnen ( Phaseolus vulgaris L.)

Gartenbohnen weisen zahlreiche Aminosäuren, die Vitamine A, C, E sowie alle Vitamine aus der Gruppe B, Mineralsalze und Spurenelemente auf. Ohne ihre Hülsen enthalten rohe Bohnen einen besonderen Wirkstoff, der die Zahl der weißen Blutkörperchen im Blutkreislauf normalisiert, wenn deren Gleichgewicht gestört worden ist. Auch die getrockneten Bohnen sind sehr nahrhaft. Gartenbohnen werden leichter verdaulich, wenn man den Gerichten Salbei und Bohnenkraut beimischt.

Weniger bekannt ist, dass die Gartenbohne in der Pflanzenheilkunde angewendet wird. Heilkräftige Anwendungen mit den Gartenbohnen in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Albuminurie, Insekten, Leber, Rekonvaleszenz, Rheumatismus, Verbrennung

Saubohnen (Vicia faba L)

Die ursprünglich aus Eurasien stammenden Saubohnen wurden bereits in der Bronzezeit angebaut. Die Saubohnen sind nahe verwandt mit den mediterranen Arten kleinerer Hülsenfrüchte.

Ackerbohnen, Saubohne

Früher war die Saubohne ein wichtiges Nahrungsmittel, obwohl man ihr wegen der windtreibenden Wirkung nachsagte, sie beherberge Geister und rufe Alpträume hervor. Trotzdem kam die Saubohne während des Mittelalters und der Renaissance oft auf den Tisch. Etwa 23 Prozent Eiweißstoffe und 55 Prozent Glykoside verleihen den Saubohnen einen hohen Nährwert. Möchte man die Saubohne als Rohkost zubereiten, so empfiehlt es sich, die Bohnen jung zu pflücken und die schlecht verdauliche Haut zu entfernen.

Frisch schmecken Saubohnen sehr gut mit etwas Salz und Öl. Die Saubohne ist jedoch besser verträglich, wenn man sie in der Hülse kocht. Getrocknete Bohnen müssen vor dem Kochen 24 Stunden in Wasser eingelegt werden. Zum Würzen von Saubohnensuppe und Saubohnenpüree kann man etwas Winterbohnenkraut und Echten Salbei (Salvia officinalis L.) beigeben. Die Blüten und die Hülsen der Saubohnen werden in der Naturheilkunde verwendet. Saubohnen können Allergien hervorrufen, das Einatmen des Pollens kann sogar zur sogenannten Bohnenpflückerkrankheit (Fabismus) führen.

Die Saubohne wird in der Pflanzenheilkunde innerlich angewendet. Anwendungen mit dem Saubohne in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Albuminurie, Nierensteine

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