Gartenlexikon A bis Z

Bodendecker und bodendeckende Stauden

Bodendecker nennt man Pflanzen, die den Boden mehr oder weniger lückenlos bewachsen. Meist handelt es sich um Stauden, die sich mit unterirdischen Spross-Ausläufern (Rhizomen) oder mit oberirdischen Ausläufern (Stolonen) geschlossen und flach ausbreiten. Bodendeckende Pflanzen überwachsen meist ziemlich schnell auch größere Flächen.

Natürlicherweise wächst auf dem Boden eine geschlossene Pflanzendecke. Sie schützt den Boden vor dem Austrocknen und verhindert eine zu starke Bodenverdichtung. Für die Kultur der Nutzpflanzen wird dagegen ein offener Boden benötigt, auf dem den empfindlichen Gewächsen keine Konkurrenz durch die meist stärkeren Unkräuter entsteht (Sukzession).

Dennoch ist für den Nutzgarten und auch für den Ziergarten eine möglichst geschlossene Bodendecke anzustreben. Im Nutzgarten geschieht dies beim Älterwerden der Gemüsepflanzen, wenn sie sich durch kräftigen Wuchs ausgebreitet haben und die Lücken zwischen den einzelnen Pflanzen kleiner geworden sind.

Dauerbepflanzungen plant man bereits bei der Anlage so, dass die Pflanzen möglichst lückenlos zusammenstehen, sobald sie ausgewachsen sind. Möchte man große Flächen geschlossen bepflanzen, dann bevorzugt man Arten, die sich weit ausbreiten, die sogenannten Bodendecker.

Bodendeckende Stauden

Bodendeckende Pflanzen, Sträucher und Stauden eignen sich besonders gut für Gartenbereiche die nicht aktiv genutzt werden und mit geringem Pflegeaufwand über Jahre hinweg hübsch aussehen sollen. Hänge, schattige Bereiche unter Gehölzen, aber auch die Randbereiche des Rasens sind typische Flächen die sich für eine Bepflanzung mit Bodendeckern eignet.

Zu den bodendeckenden Stauden zählen Gelber Lärchensporn (Corydalis lutea), Stachelnüsschen (Acaena), Silberwurz (Dryas octopetala), Kleines Immergrün (Vinca minor), das Gewöhnliche Katzenpfötchen (Antennaria dioica), Steinbrech (Saxifraga), Elfenblumen (Epimedium), Niedriges Johanniskraut (Hypericum calycinum), Storchschnabelarten (Geranium), Schaumblüten (Tiarella), Thymian (Thymus vulgaris), Dickmännchen (Pachysandra), Heidekraut (Erica), Buchsbaum (Buxus sempervirens). Hedera helix, der Gemeine Efeu, eignet sich sehr gut als winterharter Bodendecker.

Besonders beliebt – vor allem im öffentlichen Grünanlagen, aber auch in heimischen Vorgärten – ist die Zwergmispel (Cotoneaster). Rosen werden ebenfalls als bodendeckende Sträucher verwendet. Bodendecker- und Kleinstrauchrosen bilden eine gesonderte Rosenklasse, die unter dem Begriff Flächenrosen zusammengefasst werden.

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