Gartenlexikon A bis Z

Birne / Birnbaum

Die Birne zählt zu den Frühblühern, Birnbäume bilden ihre Blüten bereits einige Zeit vor den Apfelbäumen.

Vermutlich wurde der uns bekannte Birnbaum aus einer der verschiedenen im Balkan und in Asien vorkommenden Arten herangezüchtet. Die Griechen haben Birnbäume veredelt und vielfach angepflanzt. In den römischen Obstgärten wurden bereits ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. über 40 verschiedene Sorten des Birnbaums kultiviert.

Birnen

Birnen / Früchte am Baum

Im 17. Jahrhundert waren bereits über 150 verschiedene Sorten von Tafelbirnen und weitere 30 Sorten für die Verarbeitung zu Obstwein bekannt. Im 19. Jahrhundert gab es schon über 1000 unterschiedliche Sorten. Mittlerweile gibt es schätzungsweise über 5000 unterschiedliche Birnensorten, von denen man jedoch nur wenige im Handel findet.

Eine leckere Birne wird gerne einmal genossen, doch die steigenden Obstpreise verderben einem die Lust am frischen Obst. Warum also Birnen nicht im eigenen Garten anbauen? Die nötigen Pflanzen kann man auch im Online Gartencenter bestellen und findet hier eine reichhaltige Auswahl. Dennoch ist beim Birnen Anbau natürlich so einiges zu beachten.

Der richtige Standort

Zunächst muss der ideale Standort gefunden werden. Der Birnenbaum liebt die Wärme, weshalb er einen möglichst sonnigen Standort erhalten sollte. Der sonnige Standort sorgt dabei auch für große Früchte und eine bessere Resistenz des gesamten Baums gegenüber Krankheiten.

Birnbaum pflanzen

Der Birnenbaum kann im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt werden. Sollen mehrere Birnenbäume gepflanzt werden, ist zwischen ihnen ausreichend Abstand zu halten. Empfehlenswert ist dabei ein Abstand von mindestens drei Metern zwischen den einzelnen Bäumen.

Wichtig bei den Birnenbäumen: Es gibt selbstbefruchtende Varianten, von denen nur ein Baum gepflanzt werden muss. Alle anderen Varianten brauchen mindestens zwei Bäume, damit die süßen Früchte sich entwickeln können.

Beim Einpflanzen ist ein Pflanzloch zu graben, das stark gewässert wird. Anschließend kommt der Baum hinein, das Loch wird mit Erde zugeschaufelt und diese dann leicht festgetreten. Den Bäumen sollte man mindestens einen Holzpfahl zur Seite stellen, der diese stützen kann.

Auf die richtige Pflege kommt es an

Auch der Birnenbaum braucht natürlich Pflege. So muss direkt nach dem Pflanzen stets für ausreichend Wasser gesorgt werden. Anfangs braucht der Birnenbaum noch sehr viel Wasser, das legt sich aber mit der Zeit. Ein Gießen ist dann nur noch bei extremer Trockenheit nötig. Einmal pro Jahr wird der Baum gedüngt, häufigere Düngemaßnahmen sind nicht anzuraten.

Birnbäume sind in der Kultur etwas anspruchsvoller als Äpfel. Die meisten Misserfolge sind durch ungünstige Bodenverhältnisse bedingt. Der Boden sollte tiefgründig und gut durchlässig sein. Entsteht Staunässe, so ist dies ebenso nachteilig für den Birnbaum wie zu große Trockenheit. In beiden Fällen wird ein Birnbaum zahlreiche Früchte abwerfen, noch ehe sie reif sind. Da Birnensorten selbst unfruchtbar sind, kann es sein, dass einzelne Bäume im Garten keine Früchte ansetzen. Birnbäume benötigen benötigen relativ kühle Temperaturen um Fruchtansätze hervorzubringen.

Beim Rückschnitt der Bäume ist darauf zu achten, entstehende Wunden sofort zu verschließen. Dafür bietet sich spezielles Wundverschlussmittel an, das im Handel erhältlich ist. Mindestens fünf Hauptäste sollten nach dem Schnitt noch verbleiben. Sie sollten in unterschiedliche Richtungen zeigen und auf verschiedenen Höhen sitzen.

Der Birnbaum in der Naturheilkunde

Die Blätter wirken adstringierend, antiseptisch (keimtötend), gegen Durchfall, harntreibend und wundheilend.

Anwendungen mit dem Birnbaum in der Naturheilkunde finden Sie auf folgenden Seiten: Angina, Blasenentzündung, Halsschmerzen, Harnausscheidung, Nierensteine

Lesen Sie hier: Der Birnbaum in der Naturheilkunde

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