Paphiopedilum exul
Frauenschuh Orchidee

Die in ihrer Größe, Färbung und auch Form sehr unterschiedlichen Blüten einer Paphiopedilum bilden sich an einem Schaft, der mittig aus den Blättern entspringt. Die Blüten dieser Orchideen sind fleischig, glänzend wachsartig und sehen fast künstlich aus. Das obere Sepalum steht meist in einem Farbkontrast zu den es flankierenden Petalen und der Lippe, die die beiden unteren zusammengewachsenen Sepalen verdeckt. Paphiopedilum bildet meist im Frühjahr Blüten, die sich 8 bis 14 Wochen halten. Durch Einkreuzung einzelner Arten sind bereits tausende von Hybriden dieser Orchideen gezüchtet worden.

Paphiopedilum exul

Paphiopedilum exul

Name: Venusschuh, Frauenschuh
Wissenschaftl. Name: Paphiopedilum
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Wuchshöhe: 20 bis 60 cm
Blütezeit: Oktober - Februar
Verwendung: Blütenschmuckpflanze
Hilfreiche Seiten: Orchideen pflegen
Lexikon / Übersicht:  Orchideen
Schwierigkeit: anspruchsvoll

Weitere Paphiopedilum

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Standort / Licht

Paphiopedilum exul pflegt man an einem hellen oder halbschattigen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung. Eine künstliche Beleuchtung als zusätzliche Lichtquelle vom späten Herbst bis zum Frühjahr begünstigt bei diesen Orchideen die Blütenbildung.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Paphiopedilum Gießen / Wässern

Während des Hauptwachstums wässert man Paphiopedilum exul gleichmäßig, die Orchideen sollten immer mäßig feucht bis leicht trocken sein. Da die Paphiopedilum keine Staunässe vertragen, muss man überschüssiges Wasser im Untersetzer nach spätestens 5 Minuten abgießen. Trockenheit wird von den Orchideen auch nicht vertragen, das Substrat darf nie zu stark abtrocknen.

Die Wassergaben sind dem Wachstumsrhythmus und den Temperaturen anzupassen.

Nach der Blüte schränkt eine Paphiopedilum exul das Wachstum für etwa 6 Wochen ein. In dieser Zeit gießt man so sparsam, dass der Wurzelballen zwischen den Wassergaben praktisch vollständig austrocknet.

Als Gießwasser und zum Besprühen nimmt man nur weiches, abgestandenes und zimmerwarmes Wasser. Idealerweise verwendet man sauberes, bei Bedarf gefiltertes Regenwasser.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Paphiopedilum überwintern / Ruheperiode

Paphiopedilum exul benötigen zwischen Oktober und März Tagestemperaturen von etwa 20 °C, die Nachtemperaturen sollten 14 bis 16 °C betragen. Es wird nicht gedüngt.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Die Paphiopedilum exul kann während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen bis halbschattigen Standort im Freien gepflegt werden. Paphiopedilum exul verträgt keine direkte Sonnenbestrahlung.

Temperatur

Paphiopedilum exul benötigen von April bis September Tagestemperaturen von 22 °C und Nachtemperaturen von 18 °C. Zwischen Oktober und März sollten die Tagestemperaturen 20 °C, die Nachtemperaturen 14 °C betragen.

Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit stellt man die Paphiopedilum ganzjährig in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine. Sofern die Temperaturen 22 bis 23 °C überschreiten besprüht man die Orchidee täglich mit entmineralisiertem, zimmerwarmem Wasser.

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Paphiopedilum vermehren

Wenn die Paphiopedilum exul mindestens 6 Vegetationspunkte oder Teilpflanzen ausgebildet hat, wird die Orchidee geteilt. Am Ende der Blütezeit rüttelt man das alte Substrat aus den Wurzeln der Orchideen und entfernt alle abgestorbenen Wurzelteile. Dann trennt man durch einen vorsichtigen Schnitt das Rhizom in Stücke mit mindestens zwei Blattbüscheln. Die so gewonnenen Teilstücke pflanzt man in kleine Töpfe und stellt sie an einen hellen Platz. Danach besprüht man sie mindestens drei Wochen lang täglich mit Wasser.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Man verwendet eine der für Orchideen empfohlenen Kultursubstrate.

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Paphiopedilum umtopfen

Wenn die Blätter die gesamte Topffläche einnehmen, kann man die Paphiopedilum exul nach der Blütezeit in etwas größere Pflanzgefäße umtopfen. Die Blätter müssen sich nach dem umsetzten mit der Basis in Höhe der Erdoberfläche befinden, pflanzt man sie tiefer in das Substrat, tritt Fäulnis ein.

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Düngen / Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf der Paphiopedilum exul ist mäßig bis gering. Mit Ausnahme der 6 Wochen nach der Blüte gibt man mit jedem dritten oder vierten Wässern einen Orchideendünger. Währen der Wintermonate wird sparsamer gedüngt.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die Wurzeln einer Paphiopedilum werden leicht beschädigt und beginnen zu faulen, wenn man die Orchideen zu stark gießt.

Gelegentlich neigen sich die Blütenknospen nach unten. Man befestigt den Blütenschaft dann an einem Stab.

Die Spinnmilbe kann an der Paphiopedilum exul auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen wird bei diesen Orchideen öfter beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern zu erkennen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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