Gartenlexikon A bis Z

Senker

Eine vegetative Vermehrungsform bei Sträuchern erreicht man durch Senker.

Der Weiße Senf wird bis zu 1,2 m hoch und entwickelt reichlich Blätter. Diese sind großflächig und gelappt und borstig behaart. Die gelben Blüten des Senf stehen in Trauben zusammen. Sie erscheinen von Juni bis Oktober. Nach der Blütezeit bilden sich die waagerecht vom Stängel abstehenden Schoten, die die Senfkörner enthalten.

Viele Sträucher lassen sich durch Senker vermehren. Dazu biegt man junge Äste herab und bedeckt sie mit Erde. Im Boden bilden sich Wurzeln, und eine neue Pflanze wächst aus dem Ast hervor. Damit der Senker im Boden bleibt, steckt man ihn mit einer Astgabel oder einem gebogenen Drahtstück fest. Die aus der Erde hervorragende Astspitze bindet man an einem Stützstab hoch, damit sie nicht selbst von Erde bedeckt wird.

Die Vermehrung durch Senker ist eine sehr sichere Methode, da die Jungpflanzen während ihrer ersten Entwicklungszeit noch von der Mutterpflanze mitversorgt werden. Sobald der Senker kräftig genug geworden ist durchtrennt man die Verbindung zur Mutterpflanze und setzt ihn an den vorgesehenen Platz.