Gartenlexikon A bis Z

säen

Der Begriff säen bedeutet, Saatgut in die Erde zu bringen. Bei der Freilandaussaat sind einige Regeln zu beachten, damit der Erfolg auch eintritt.

  1. Gesät wird in Reihen, die durch Etiketten markiert werden. Dadurch kann man später die aufgehenden Pflänzchen von dem ebenfalls aufgehenden Unkraut besser unterscheiden.
  2. Die erforderlichen Reihenabstände werden mit Hilfe einer Pflanzschnur abgesteckt. Die Saatreihen werden je nach Saattiefe mit der Hacke oder mit dem Stiel der Hacke gezogen.
  3. Für die Saattiefe gilt: Die Dicke der Bodenschicht, mit der die Samenkörner bedeckt werden, entspricht der Dicke der Samen selbst. Dabei werden Lichtkeimer, die in der Regel sehr kleine Samen haben, überhaupt nicht bedeckt, sondern nur angeklopft.
  4. Der Samen wird dünn verteilt zwischen den Fingern hindurch in die Rille gelegt oder entsprechend durch ein schräg angeschnittenes Samentütchen hineingestreut. 5. Mit der Harke oder dem Rechen werden die Saatrillen von beiden Seiten her zugeschoben. Mit dem Rücken der Harke klopft man den Boden leicht an. Bei kleinen Samen ist es besser, die Rillen mit der Hand mit Erde zu bedecken und diese festzuklopfen.

Breitwürfiges Säen ist wegen der schlechten Unterscheidungsmöglichkeit der Kulturpflänzchen vom Unkraut nicht zu empfehlen.

Man sorgt in seinem Anzuchtbeet für lockeren, humusreichen Boden. Nachwachsendes Unkraut soll schon früh beseitigt werden. Eine gute Markierung und das Freihalten der Saatreihen von Unkraut ist zur Erkennung der keimenden Kulturpflanzen sehr wichtig.